Archiv der Kategorie: vhs Motorradtouren 2016

Noch einmal durchs Weiltal

Das Weiltal war das Ziel der letzten vhs-Tagestour in diesem Jahr. 13 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer hatten sich angemeldet, darunter gleich vier, die zum ersten Mal mit dabei waren. In zwei Gruppen machten wir uns auf den Weg, die Bäckerei und Konditorei Lamshöft in Idstein war das erste Ziel.


Auf möglichst kleinen und kurvenreiche Straßen ging es durch die Ausläufer des Taunus. Den geplanten Abstecher hoch zum Feldberg verkniffen wir uns – der Gipfel war in dichte Wolken gehüllt und schon auf 300 Höhenmetern war es mit gerade einmal 7 Grad Außentemperatur reichlich frisch. Ein wenig verfroren erreichten wir das Café, bestellten von Kaffee, Tee Kakao bis hin zur Gulaschsuppe alles was heiß und wärmend war und freuten uns, jetzt im Herbst noch einmal gemeinsam Motorrad fahren zu können.


In weiten Bögen ging es in der zweiten Etappe bis Weilrod. Die Straßen hatten wir wieder weitgehend für uns, der Asphalt war immer noch griffig. Denn erfreulicherweise hingen fast alle Blätter noch an den Bäumen. Die Gefahr, dass feuchtes Laub das Kurvenfahren zu einer Rutschpartie machen würde, war so gebannt.

Auch die Linde im gleichnamigen Gasthaus, auf dessen Parkplatz wir gegen 12:30 Uhr ausrollten, trug noch ihr ausladend grünes Blätterkleid, so dass wir ganz entspannt die Mittagspause einlegen konnten. Die Speisekarte war vielversprechend, satt und zufrieden konnten wir nach einer ausgiebigen Rast das letzte Stück der heutigen Tagestour, die uns thematisch durch das Weiltal führte, unter die Räder nehmen.

Bis hoch zur Mündung, an der die Weil in die Lahn fließt, fuhren wir noch gen Norden, in Weilburg angekommen änderten wir die grobe Fahrtrichtung und ließen uns wieder gen Süden „treiben“. So mancher war dabei sehr erstaunt, welch herrliche Landschaften und tolle Motorradstrecken direkt vor der Haustür liegen: Heimatkunde mit der vhs hat schon was, oder?


Über Runkel führte die Fahrt bis Weyer, wo wir im Wissegiggel noch mal eine kurze Kaffeepause einlegten. Mit dem Versprechen, uns im nächsten Jahr auf alle Fälle wiedersehen zu wollen, gibt’s dann nach Hause. Nun heißt es gut ein halbes Jahr warten, bis die vhs zur ersten geführten Motorradtour im Jahr 2017 einlädt. Die findet wahrscheinlich am Samstag, den 29.4.2017 statt und führt nach …..

Mehr Infos dazu in Kürze auf dieser Seite. Oder per Mail an kurvenfieber@mac.com

Ein halber Tag Glückseeligkeit

Schon früh am Morgen brennt die Sonne vom strahlend blauen Himmel. Das wird ein guter Tag werden. Um kurz nach 9 Uhr sind wir unterwegs Richtung Grand Ballon – und haben die kurvenreichen Straßen ganz für uns alleine.


Bis auf 1200 Meter schraubt sich das kurvenreiche Asphaltband hinauf. Hier ist es noch ein wenig frisch. Gerade einmal 14 Grad zeigt das Bordthermometer. Von der „Route des Cretes“ stürzen wir uns – kurz bevor wir das Große Bellchen erreichen – wieder ins Tal und erklimmen die Höhenstraße kurz darauf erneut auf verschwiegenen kleinen Nebenwegen.

Dann erreichen wir den Col de la Schlucht. Die Straße ist frei, ein vor uns fahrendes Auto biegt freundlicherweise zu einem der vielen Restaurants auf der Passhöhe ab. Doch irgendwie zieht sich die Gruppe auseinander – hinter dem vierten Fahrer reißt es ab. Also rechts ran und kurz gewartet.

Als die „Nachzügler“ Anschluss halten, mogelt sich promt ein Auto vor uns und „versaut“ uns die Abfahrt. Zu allem Übel laufen wir bald auch noch auf ein Wohnwagengespann auf – überholen mit 10 Motorrädern im Rückspiegel zwecklos. Denn unten im Tal geht es in einer Rechtskehre unvermutet links ab zum Col de Ligne. Wenn die Gruppe da nicht geschlossen hintereinander weg fährt, ist das nächste Chaos vorprogrammiert. Irgendeiner wird den Abzweig ganz bestimmt verpassen. Also ergeben wir uns auf den nächsten vier Kilometern unserem Schicksal.


Auf der Sonnenterasse des Hotel Roed sitzend, ist diese Episode längst vergessen. Wir genießen die fantastische Aussicht und den leckeren Kaffee. Vielversprechend sind zudem die nächsten 80 Kilometer bis zur Mittagspause. Auf kleinen und großen Straßen, mit vielen Kurven und Kehren, über verschwiegene Waldpfade und zahlreichen Nebenwegen erreichen wir kurz nach 13 Uhr Valff, unterhalb von Straßburg.


Wir stärken uns mit einer „Galette“, eigentlich ein Pfannkuchen, hier aber ein Reibekuchen mit Schinken, Pilzen und ganz viel Munster-Käse; ein Genuss. Und dann neigt sich unser Elsass-Wochenende so langsam dem Ende zu. Nahe Iffezheim legen wir noch ein idyllisches Kaffeepäuschen ein, dann geht’s nach Hause.

Zwei Tolle Tage liegen hinter uns. Insbesondere der heutige Vormittag war fahrerisch ein Traum. Es hat alles gepasst. Vier Stunden reine Glückseeligkeit. Das muss unbedingt wiederholt werden. Wohin fahren wir im nächsten Jahr? Samstag hin, Sonntag zurück!

Nach der Pflicht die Kür

Punkt 9 Uhr sind alle da. Vom Rasthof Heidenfahrt starten wir ins Elsass. Unterhalb des Grand Ballon, in Muhlbach bei Munster, liegt unser Hotel. 345 Kilometer Wegstrecke liegen vor uns – ein „ordentliches Stück Arbeit“.


Die ersten 130 Kilometer legen wir deshalb auf der Autobahn zurück: A60, A61, A65. In Kandel geht es nach einer guten Stunde Fahrt endlich runter von der Bahn, einmal durch den Kreisel, den ersten Feldweg links und schon sind wir im Hofmarkt Zapf. Eigentlich wollten wir hier nur einen Kaffee trinken. Doch es gibt auch lecker Frühstück. Und so sitzen wir unter großen Sonnenschirmen am Feldesrand und lassen es uns gut gehen – toll.


Bald darauf ist Frankreich erreicht. Bei Scheibenhardt passieren wir die Grenze und fahren auf Nebenwegen mehr oder weniger parallel zur A35. Nach gut eineinhalb Stunden stoppen wir in Vendenheim. Im „La Tocante“ haben wir uns angekündigt; in der alten Scheune soll einst Napoleon seine Pferde gewechselt haben. Heute gibt es hier lecker Flammkuchen und andere Köstlichkeiten.

Auch wenn so mancher nach dem (zweiten) Frühstück eigentlich nichts zu Mittag essen wollte, so ein kleiner Flammkuchen mit Munster-Käse, Speck und Zwiebeln geht immer … Und so sitzen wir an einer langen Tafel im Hof und lassen es uns schmecken.


So langsam wird es Zeit für „die Berge“. Mit dem „Col du Kreutzberg“ bietet sich ein erster Vorgeschmack auf die herrlich kurvenreichen Straßen des Elsass, die uns heute und morgen erwarten. Doch jetzt ist erst mal Tankenstellensuche angesagt. Frank wird schon unruhig. Noch drei Kilometer, sagt mein Navi, dann gäbe es Sprit – doch diese Auskünfte sind nicht immer verlässlich.

Also legen wir in der nächsten Bar einen kurzen Stopp ein und fragen lieber noch mal. „Ja, die Tankstelle ist immer noch da“, sagt uns die Besitzerin freundlich lächelnd. Weil es sowieso Zeit für einen kurzen Stopp wäre, nutzen wir die Gelegenheit für eine kleine Kaffeepause unter einer mächtigen Kastanie.
Bestellt werden Kaffee mit Milch, Kaffee Creme und Kaffee Noir – vor und stehen anschließend ganz viele Tassen schwarzer Kaffee mit jeweils zwei Döschen Milch. So feine Unterschiede wie bei uns, gibt es in Frankreich nicht. Die „Grundbasis“ des schwarzen Kaffees wird mit etwas Dosenmilch zum Milchkaffee. Reisen bildet.

Der anschließende Tankstopp entwickelt sich zum üblichen Drama. Die Tanke ist zwar da, hat aber zu. An einer Säule gibt es zwar einen Automaten, aber der will unsere Kredit- und EC-Karten nicht. Hatte ich auf der Zufahrt nicht ein kleines Hinweisschild zu einem Super U gesehen? Richtig! Der Supermarkt hat eine Tankstelle und an der kann sogar in bar bezahlt werden.


Über den schmalen Col de Fouchy schlängeln wir uns weiter Richtung Weinstraße. Der Touristenrummel hat uns wieder, Auto reiht sich an Auto, überholen in einer Gruppe völlig sinnlos. Also ergeben wir uns unserem Schicksal und bummeln ein wenig durch die Städte. Bald darauf ist Munster erreicht und dann auch Muhlbach.

Auf der kleinen Terrasse des Hotel genießen wir das Feierabendbier während die Sonne so langsam hinter dem Gipfel des Gaschney versinkt. Zum Abendessen gibt es reichlich Sauerkraut mit Wurst und Schinken und einen köstlichen Nachtisch. Genau so hatten wir uns den heutigen Tag vorgestellt.

Wie aus vier doch 17 wurden

Drei Tagestouren und ein Elsass-Wochenende bieten wir in diesem Jahr für die vhs Main-Taunus an; am Samstag war der Vogelsberg das erste Ziel. Und der Zuspruch war gewaltig.

Anfangs standen nur vier Motorradfahrer auf der Teilnehmerliste. Ein bisschen wenig. Da der eine oder andere angekündigt hatte, sich wohl erst kurzfristig anmelden zu können, gab es eine Woche vor der Tour eine freundliche Rundmail zur Erinnerung.

Und? Schlagartig schnellte die Teilbehmerzahl auf zwölf hoch, am Samstag standen sogar 17 Motorradfahrer auf der Teilnehmerliste. Grandios! Neben vielen altbekannten Gesichtern auch ein paar neue Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer. Klasse!

In zwei Gruppen machten wir uns auf den Weg – durch den Taunus und die Wetterau zum Vogelsberg. Kleine kurvige Straßen gaben den Weg vor. Natürlich durfte auch ein Abstecher zum Feldberg nicht fehlen. Während wir bei strahlendem Sonnenschein Meter an Meter an Höhe gewinnen – und dabei die alte Kanonenstraße ganz für uns haben – liegt das Gipfelplateau noch in leichtem Morgendunst.

Das erste Ziel ist Schmitten, das wir auf Nebenstraßen erreichen. Kaffeepause ist angesagt. Im „Feldbergblick“ genießen wir die schöne Aussicht und kleine Erfrischungen.


Die erste Gruppe macht sich auf den Weg, zur zweiten Zwischenetappe Richtung Schotten.

Weiter geht es Richtung Schotten. Nahe der legendären Rennstrecke wollen wir im Hotel „Haus Sonnenberg“ unser Mittagspäuschen einlegen. Das Haus ist uns in guter Erinnerung, haben wir hier doch schon mehrfach das ADAC Sommerfest der Motorradfahrer gefeiert.


Bei dieser tollen Aussicht warten wir aufs Mittagessen, das ruckzuck serviert wurde.

Gut gestärkt machen wir uns auf den Rückweg. Bad Vilbel ist das Ziel. Baustellen und Umleitungen rund um Büdigen lassen uns einen weiten Bogen durch die Dörfer schlagen. Fahrerisch reizvoll aber zeitraubend. Eine halbe Stunde später als geplant erreichen wir das Restaurantcafé in der ALTEn Mühle und lassen unsere erste Tagestour für die vhs in diesem Jahr bei einem leckeren Stück Kuchen ausklingen.


Zum Schluss noch ein lecker Stück Kuchen.

Am 18.6. geht’s dann in die Rhön, vom 6. bis 7.8 übers Wochenende ins Elsass. Mehr Infos und die Möglichkeit zur online-Anmeldung findest Du auf der Website der vhs unter http://www.vhs-mtk.de  Im Suchfeld bitte den Begriff Motorrad eingeben.

Die vhs-Touren sind im Netz

Auch für die Volkshochschule des Main-Taunus-Kreises bieten wir 2016 wieder geführte Motorradtouren an. Zumeist Tagestouren an einem Samstag, in diesem Jahr endlich auch wieder eine Wochenende-Veranstaltung. Seit Kurzem stehen die Touren auf der Homepage  der vhs – jetzt kann sich endlich angemeldet werden 😉

Die Gesamtübersicht aller Touren findest Du nach einem Klick hier.

Motorrad-Touren im vhs-Programm 2016

 

Los gehts mit einer Tagestour am Samstag, den 21.5.2016. Ziel ist der Vogelsberg.
Weitere Infos gibts nach einem Klick hier.

Im Juni folgt, am 18.6.2016, eine weitere Tagestour. Ziel ist die Rhön.
Weitere Infos gibts nach einem Klick hier.

Die Wochenend-Tour steht dann im August auf dem Programm. Am 6.8. und  7.8.2016 fahren wir ins Elsass.
Weitere Infos gibts nach einem Klick hier.

Und zum Saisonabschluss wollen wir noch mal für einen Tag ins Weiltal. Termin ist der 8.10.2016.
Weitere Infos gibts nach einem Klick hier.

Anmeldung bei Interesse bitte direkt über die vhs des Main-Taunus-Kreises. Die Teilnahmegebühr bei den Tagestouren beträgt 35 Euro (pro Motorrad, ohne Mehrpreis für die Sozia). Das Elsasswochenende beinhaltet neben der Übernachtung im Doppelzimmer (Einzelzimmer auf Nachfrage/gegen Aufpreis) auch ein schönes Abendessen und ein leckeres Frühstück.

Bei Rückfragen reicht eine kurze Mail an kurvenfieber@mac.com