Archiv der Kategorie: vhs Motorradtouren 2010

Ein kleiner Schauer in der Rhön

vhs-Tour Thüringer Wald
Sonntag, 11. Juli 2010

Nach einem ausgiebigen Frühstück starten wir um Punkt neun Uhr die Motoren. Vorbei an der Wartburg, die rechter Hand hoch oben auf dem Wartberg thront, fahren wir nach Oberhof. Winzig kleine Wege wechseln sich ab mit gut ausgebauten Landstraßen, vor allem die Strecken nach Schmalkalden und rund um den Rennsteig wissen zu begeistern. Nach einem kurzen Fotostopp an der beeindruckenden Sprungschanze legen wir im Berghotel eine kurze Kaffeepause ein, bevor wir uns auf den Weg in die Rhön machen.

Nahe Meiningen haben wir im Schloß Landsberg das Mittagessen eingeplant. Im Schatten der riesigen Zinnen sitzen wir im Burghof und lassen es uns schmecken. Nudeln mit frischen Pfifferlingen lautet die Tagesempfehlung, die reißenden Absatz findet. So gestärkt haben wir ausreichend Kraft, um Jörgs Motorrad wieder auf die Räder zu stellen: der Seitenständer war im weichen Asphalt eingesunken – glücklicherweise war dabei nichts kaputtgegangen.

Die letzte Etappe dieser Wochenendtour führt uns in die Rhön, hoch hinauf auf die Wasserkuppe. Plötzlich brauen sich dunkle Wolken über uns zusammen und man kann den Regen förmlich riechen. Doch noch ist die Straße trocken. Das ändert sich nach einigen Minuten. Vielleicht haben wir Glück und fahren dem Regen hinterher? Nein, dafür sind wir dann doch zu schnell. Kurz vor Erbenhausen erwischt uns ein kleiner Schauer, den wir in einer Bushaltestelle „aussitzen“. Kaum dass wir weiterfahren, scheint schon wieder die Sonne, so dass das geplante Kaffeepäuschen im „Sonnenhof“ doch noch eingelegt werden kann.

Gemeinsam geht es im Anschluß nach Neuhof zur A66. Hier trennen sich unsere Wege. Im nächsten Jahr aber, da wollen wir wieder ein ganzes Wochenende lang mit der vhs unterwegs sein. Hast Du Ideen oder Wünsche für mögliche Ziele?

Nach Eisenach bei tropischer Hitze

vhs-Tour Thüringer Wald
Samstag, 10. Juli 2010

Kurz vor neun Uhr sind alle da. Vom Rasthof Wetterau aus starten wir zu unserer Wochenendtour in den Thüringer Wald. Nachdem wir in den vergangenen Jahren immer nur Tagestouren für die Volkshochschule des Main-Taunus-Kreises angeboten haben, wollten wir nun etwas länger unterwegs sein. 12 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer fanden das eine tolle Idee – und schon ging´s los.

Auf der Autobahn blieben wir nur für wenige Kilometer. Schon bei Butzbach verließen wir die A5 und fuhren zunächst in Richtung Schotten. Nach einer kurzen (halben) Runde auf der alten, legendären Bergrennstrecke war „Schloß Eisenbach“ nahe Lauterbach unser erstes Ziel. Im Schatten knorriger Bäume legten wir eine kleine Kaffeepause ein.

Auf kleinen Nebenstraße durch die Rhön fahrend, erreichten wir kurz vor Mittag „Point Alpha“. Hier standen sich zu Zeiten des „Kalten Krieges“ russische und amerikanische Truppen in Sichtweite gegenüber. Der Westen vermutete, dass – sollte es zu einem Angriff der UdSSR kommen – der „Durchmarsch“ hier erfolgen würde. Heute erinnert daran ein sehenswertes Dokumentationszentrum.

Wir machen ein paar Fotos und fahren den Berg hinab ins thüringische Geisa, um im „Gasthaus zur Linde“ zu Mittag zu essen. Eigentlich wollten wir im Anschluß noch einen Fotostopp an der „Friedensbrücke“ in Vacha machen. Doch es ist viel zu heiß und so belassen wir es beim einem kurzen Blick zu jenem historischen Bauwerk, das von der damaligen DDR seinerzeit konsequent abgeriegelt worden war. Wer genau hinschaute, entdeckte im Vorbeifahren auch noch Reste der Mauer, die aber scheinbar immer mehr dem Verfall preisgegeben wird. Schade eigentlich.

So langsam erreichen wir den Thüringer Wald. Wenn die Straße im Schatten der Bäume verläuft, ist es auszuhalten. Zudem gewinnen wir langsam an Höhe, die wirklich kühl wird es nicht. Da, wo die Straße dem Sonnenschein ausgesetzt ist, wird der Asphalt langsam flüssig, so dass wir noch vorsichtiger als sonst fahren.

Am frühen Nachmittag erreichen wir den Rennsteighof. „Hier gibt es riesige Windbeutel“, hatte Annette gesagt – und sollte Recht behalten. Während wir uns bei Kaffee und leckerem Gebäck entspannen, schraubt Werner an seiner Suzuki. Urplötzlich war der Motor abgestorben. Geradeso kam er noch auf den Parkplatz. Spritmangel? Es wird zwar langsam Zeit zum Tanken, aber noch scheint genügend Benzin im Tank zu sein.

Nach der Kaffeepause läuft die Suzuki wieder – aber nur kurz. Nach wenigen hundert Metern stehen wir wieder. Wieder wird geschraubt, wieder läuft die Suzi und muckt jetzt nur noch zweimal kurz bis zur Tankstelle. 20 Minuten später haben wir den Glockenhof in Eisenach erreicht; hier wollen wir übernachten.

Frisch geduscht sitzen wir um 18 Uhr im Biergarten und warten auf Heike Kleff, den Stadtführer mit den roten Schuhen. Gut eineinhalb Stunden lang will er uns Eisenach zeigen und dessen Geschichte erzählen. Ein kurzweiliges Unterfangen, das schließlich im „Storchennest“ endet, einem schönen Biergarten, in dem wir zu Abend essen wollen. Fußball gibt es hier (glücklicherweise) keinen, aber wann immer von den umliegenden Plätzen laute Jubelrufe erschallen, klingen bei uns am Tisch die Handys und die Daheimgebliebenen unterrichten uns über den aktuellen Spielstand. Das entscheidende 3:2 erleben wir schließlich noch live beim „public viewing“ auf einem der vielen Plätze. Dann geht es müde, aber satt und zufrieden ins Bett.

Ein schöner erster Tage geht zu Ende. Morgen wollen wir über Oberhof so langsam wieder zurück in die Heimat fahren. Bei wahrscheinlich ähnlich heißen Temperaturen wie heute.

Ein kleines Problem

Am Samstag geht´s mit einer kleinen Gruppe an Motorradfahrern in den Thüringer Wald. Point Alpha und die Friedensbrücke von Vacha werden zwei Punkte sein, die wir unterwegs ansteuern wollen, bevor wir am frühen Abend Eisenach erreichen. Zuvor müssen wir jedoch noch einen Stopp im Rennsteighof einlegen, gibt es hier doch – auf Empfehlung von Annette – riesige Windbeutel, die probiert werden wollen.

Für den Abend haben wir dann eine Stadtführung durch Eisenbach geplant, die gegen 20:30 Uhr zu Ende sein soll. Am Sonntag geht´s dann gemütlich wieder zurück nach Hause, um rechtzeitig zum Endspiel frisch geduscht auf dem Sofa sitzen zu können.

So der Plan, der irgendwie zur Grundlage hatte, dass Deutschland im Finale stehen wird. Und nun?

Vielleicht mag ja keiner mehr das Spiel im den dritten Platz sehen? Oder im Biergarten, im dem wir zu Abend essen wollen, gibt´s eine große Leinwand. Oder …

Irgendeine Lösung werden wir schon finden. Komisch, dass an diese Variante so gar niemand gedacht hat.

Herrlicher Start in die neue Motorradsaison

Glücklicherweise bin ich nicht der Einzige, der samstagmorgens um 7 Uhr nur ungern aufsteht. Aber wenn man dann in der Garage in Kombi und Stiefel steigt, den Helm aufsetzt und zum Treffpunkt fährt – dann ist die Welt wieder in Ordnung und die „Quälerei“ zu früher Stunde hat sich gelohnt.

So wie mir ging es am Samstag auch vielen Teilnehmern der ersten vhs-Motorradtour in diesem Jahr, die uns ins Tal der Loreley führen sollte. Um Punkt neun trafen wir uns an der Autobahnraststätte Heidenfahrt, um auf möglichst vielen kurvenreichen Nebensträßchen von Bingen bis Boppard und anschließend ins Wispertal zu fahren. Mit dabei waren Dietmar, Michael, Uwe, Harald, Torsten und Susanne, Wolfgang, Artur und Elisabetta, Martina und Knut.

Und weil so eine Tour zum Saisonstart immer etwas ganz Besonderes ist, hatten sich kurzerhand noch die beiden Tourguides Dieter und Georg angesagt. Das will schon was heißen! Denn Dieter wollte eigentlich im Garten „schuften“ und Georg kam extra aus Nordrhein-Westfalen angereist. Toll oder? Lobend erwähnt werden sollte an dieser Stelle auch Siegfried, der in Boppard wohnt und den ich um einen Tipp für ein Lokal zum Mittagessen gebeten hatte. Das „Mühlchen“ hatte er mir empfohlen und war extra noch mal hingefahren, um uns eine exakte Wegbeschreibung geben zu können. Danke! Und dann war da noch Ariane, die im Hunsrück wohnt, nicht mitfahren konnte aber beim Mittagessen wenigstens mal guten Tag sagen wollte. Ist schon eine tolle Truppe, mit der wir da unterwegs sind.

Punkt 9 Uhr ging´s los. Schnell war die B 9 erreicht. Eine rote Ampel in Bingerbrück riss die Gruppe ein wenig auseinander; den Stopp am Straßenrand, der es den an der Ampel Wartenden ermöglichte, wieder aufzuschließen, nutze ein großer Reisebus, um sich vor uns zu setzen. Mit dem schönen Wetter setzte der Ausflugsverkehr ein – auch in Form von gleich drei Wohnmobilen, die wir aber – ebenso wie den Bus – schnell und gefahrlos überholen konnten.

Um diesen Umstand wissend, zweigten wir recht schnell von der dem Rheinverlauf folgenden Bundesstraße in eines der viele Seitentäler ab. Über Manubach gings zur „Rheingoldstraße“ und über Breitstraßen auf Nebenstraßen Richtung Oberwesel. Dann ein Stück dem Rhein folgend nach St. Goar. Hier wollten wir im Schloßhotel „Rheinfels“ ein erstes Kaffeepäuschen einlegen. Freundlicherweise öffnete die „Burgschenke“ für uns eine halbe Stünde früher ihre Pforten, so dass wir bei strahlenden Sonnenschein auf der Terrasse sitzend die herrliche Aussicht genießen konnten.

Kurvenreich auch die nächsten 70 Kilometer, die uns bis in den Hunsrück führten und über´s Mühltal schließlich nach Boppard. Nahe der Seilbahnstation fand sich das von Siegfried empfohlene „Mühlchen“, in dem wir gut zu Mittag essen konnten. Mit der Fähre ging es anschließend über den Rhein; die „schwimmend Brücke“ lag vor Boppard und schien uns geradezu erwartet zu haben.

Auch auf der anderen Rheinseite fanden sich viele, herrlich kurvenreiche Straßen. Erst als wir wieder auf die B 42 trafen, ist es vorbei mit der beschaulichen Einsamkeit in den „Gebirgszügen“ des Rheins. Von der „Blücherstraße“ kommend geraten wir direkt in einen kleinen Stau, der sich vor einer Baustelle gebildet hat: die Bundesstraße wird erneuert und ist nur einseitig befahrbar.

Schnell ist auch dieses „Hindernis“ überwunden und ab Lorch sind wir wieder allein unterwegs. Von den Ausläufern des Wispertals abzweigend geht es den Ranselberg hinauf und auf Nebenwegen zur „Kammerburg“. Doch leider ist der letzte Abzweig gesperrt: „Windbruch – Lebensgefahr – Befahren verboten“ steht auf den Hinweisschildern. Also müssen wir einen Umweg in Kauf nehmen.

Spätestens hier stellt sich die Frage, ob wir nicht doch einen kurzen Stopp am „Drei-Burgen-Blick“ oberhalb von St. Goarshausen hätten einlegen sollen. Den hatten wir nämlich links liegen gelassen, schien der Abstecher dorthin doch mit einer (kleinen) Wanderung verbunden, die sich in Motorradstiefeln immer nur schwer anlässt. So wurden aus der „Schlußetappe“ statt eineinhalb nun gut zwei Stunden Fahrt am Stück. Dafür legten wir die Kaffeepause auch schon an der Laukenmühle ein.

Ein schöner Ausklang einer mehr als schönen ersten Tour zum Saisonstart 2010. Allen, die dabei waren, hat es viel Spaß gemacht. In „Everytrial“ haben wr für Dich die gefahrene Route und ein paar Bilder hinterlegt. Viel Spaß beim Anschauen!

Den reinen Routenverlauf haben wir bei GPSies dargestellt: Einfach mal klicken!

Nicht vergessen: Am 29. Mai geht´s mit der vhs in den Odenwald, am 10. und 11. Juli für ein Wochenende in den Thüringer Wald. Wir freuen uns schon jetzt auf Eure Teilnahme. Mehr Infos findest Du unter: http://www.vhs-mtk.de/index.php?id=&urlparameter=kathaupt:101; Unter Kurssuche dann das Stichwort Motorrad eingeben.

vhs Infoabend

Am Dienstag, 16. März, findet bei der Volkshochschule des Main-Taunus-Kreises ein Infoabend zu den Motorradtouren im Jahr 2010 statt. Ab 19:30 Uhr treffen wir uns in der Pfarrgasse, im Gebäude der vhs in Hofheim. Neben den Infos zu den aktuellen Touren wird auch ein kleines Video gezeigt. Wir freuen uns über Jeden, der mal reinschaut. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.