Archiv der Kategorie: Schlemmerreise Eifel 2014

Galerie

Fotoimpressionen der Eifeltour

Diese Galerie enthält 58 Fotos.

In einer kleinen Dia-Schau haben wir die schönsten Augenblicke unseres langen Wochenendes in der Eifel festgehalten.

Video

Zum Schluss ins Hohe Venn

Am letzten Tag unseres Schlemmerwochenendes im Drei-Länder-Eck war das Hohe Venn unser Ziel. Oft regnerisch und wolkenverhangen erreichen wir den höchsten Punkt Belgiens bei strahlendem Sonnenschein – und erklommen zu Fuß den 700 Meter hohen Baltin-Hügel. Diese und andere Impressionen finden sich im dritten Videoclip zur Tour.

Video

Durch den Nord-Osten der Eifel

Eine Kaffeepause am Rursee mit fantastischer Aussicht auf das fjordartige Gewässer, Mittagessen an der Wasserscheide und so manche Etappe, die mit kleinen engen Serpentinen fast schon an die Alpen erinnerte. Das zweite Video vom Schlemmerwochenende im Drei-Länder-Eck zeigt davon einige Impressionen.

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Ein erstes Video vom Eifelwochenende

Vor einer Woche, da waren wir mit den Motorrädern in der Eifel unterwegs. Von der Tour am Freitag ist jetzt der Video-Clip fertig. Da sind wir nach Luxemburg gefahren.

 

Baron Herman Baltia sei Dank

Dem 1863 geborenen, belgischen General-Leutnant Baron Herman Baltia verdankt unser Nachbarland eine „Sehenswürdigkeit“, die wohl kaum einer kennt. Und genau die war das Ziel der letzten Tour unseres kurzweiligen Schlemmerwochenendes.

Es geht hinauf auf „die Botrange“, zum höchsten Punkt in Belgien. Der liegt im Hohen Venn und misst exakt 694,24 Meter. Ein imposanter Aussichtsturm macht schon von Weitem diese Stelle deutlich. Im Schatten des Turms: ein kleiner aufgeschütteter Erdhügel, auf den eine steinerne Treppe führt – 5,76 Meter hoch.

Diesen Hügel hatte einst Baron Herman Baltia aufschütten lassen, damit Belgiens höchster Punkt an der 700 Meter-Marke kratzt. Ein Kuriosum, dass in Stein gemeißelt ist: „Altitude 700 Meter“ steht am Ende der obersten Stufe. Vermarktet wird diese „Besonderheit“ nicht sonderlich, so dass kaum jemand davon weiß. Irgendwie schade.

Wir nutzen die 700 Meter-Marke für ein originelles Gruppenfoto und umrunden im Anschluss einen der vielen Stauseen, die in Belgien Barrage genannt werden. Direkt an der Staumauer der Talsperre Robertville findet sich zur rechten Zeit das kleine „Chalet de Barrage“; ein zugegeben etwas hochtrabender Name für ein Café am Wegesrand. Aber: der Milchkaffee ist perfekt und für den kleinen Hunger zwischendurch gibt’s leckere Apfeltarte oder Aprikosenkuchen.

So behalten wir Belgien in angenehmer Erinnerung und fahren auf kleinen kurvenreichen Straßen zurück zum Hotel. Dort endet gegen Mittag unser langes Schlemmerwochenende im Dreiländereck – viel zu schnell, wie so oft.

Glücklicherweise starten wir in gut zwei Wochen schon zu unserer nächsten Tour: vier Tage Pässe fahren und zum Ausklang noch das Voralpenland entdecken.

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Gruppenbild am so genannte Baltia-Hügel, der Belgien höchste Erhebung nunmehr 700 Höhenmeter messen lässt.

Ein Tag voller Sonnenschein

Strahlend blauer Himmel schon am frühen Morgen. Nach einem ausgiebigen Frühstück starten wir gen Norden. Der Rurtalstausee ist unser erstes Ziel. Hier wollen wir die obligatorische Kaffeepause am Vormittag einlegen.

Zunächst aber kämpfen wir mit einigen Baustellen, die geneigt sind, die angedachte Routenplanung gehörig durcheinander zu bringen. Es bedarf einiger Umwege – über glücklicherweise meist kleine, kurvenreiche Straßen -, um auf dem Wegen dahin zu kommen, wohin wir wollen.

Etwa zum „Kleinen Seehof“ in Woffelsbach, der noch dazu an einer für Motorradfahrer am Wochenende gesperrten Strecke liegt. Mit Blick auf den See genießen wir – auf der Sonnenterasse sitzend – die erste Kaffeepause. Eigentlich will Niemand mehr weg, so schön ist es hier; aber die „Pflicht“ ruft.

Wir umrunden den Rurtalstausee auf kurvenreicher Strecke. Leider sind durchweg nicht mehr als 50 km/h erlaubt. Glücklicherweise ist kein Auto vor uns – und auch die ansonsten allgegenwärtige Rennleitung lässt sich nicht blicken – so dass wir doch auf unseren Fahrspaß kommen.

Gegen Mittag erreichen wir Bad Münstereifel und legen im Landgasthof „Zur Wasserscheide“ eine kleine Essenspause ein. Da wir diesmal vorbestellt hatten wurde zügig serviert; Service und Küche verdienen ein Lob.

Nordwestlich des legendären Nürburgrings nahmen wir im Anschluss alle kleinen kurvenreichen Straßen unter die Räder, die wir nahe der Ahr finden konnten. Manche Kehrenfolge hatte dabei schon alpinen Charakter. Und wann immer wir – zwangsläufig – mal auf ein Stück breite Bundesstraße stießen, suchten wir schnell wieder die Abgeschiedenheit der Höhenzüge. Hier gab es keine lebensmüden „Tiefflieger-Fraktionen“.

In Birgel fand sich am Nachmittag noch ein Gasthof für die Kaffee-, Eisbecher-, und Apfelstrudel-Pause. Obwohl nicht geplant, trafen hier alle drei Gruppen wieder zusammen.

Kurz vor 18 Uhr waren wir zurück um Hotel und genossen den lauen Abend auf der Terrasse. Das Abendessen bot wieder ein Highlight: knusprige Schweinekeule, die der Küchenchef direkt am Tisch tranchierte. Das lange Schlemmerwochenende wurde so seinem Namen mehr als gerecht.

Morgen werden wir noch einen Abstecher nach Belgien – ins Hohe Venn – unternehmen, bevor es am Mittag leider schon wieder nach Hause geht.

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Blauer Himmel, den ganzen Tag über. Die Eifel zeigte sich von ihrer schönsten Seite.

Kaffee ohne Wasser

Am frühen Freitagmorgen ist es noch reichlich trübe in der Eifel. War uns für heute nicht strahlender Sonnenschein versprochen? Spätestens zur Mittagszeit wird’s besser, sagen die Prognosen voraus – na also, dann aber los!

Auf vielen kleinen kurvenreichen Straßen arbeiten wir uns gen Westen vor. Dasburg – dessen namensgebenden Burg(ruine) imposant auf einem Bergkegel thront – ist unser erstes Ziel. Bei Jan und Hilly Koelewjin vom Hotel Daytona wollen wir die erste Pause einlegen – in unmittelbarer Nähe zu Luxemburg.

Kleine sprachliche Barrieren sorgen dabei für eine gewisse Heiterkeit. Klaus bestellt – mit unverkennbar hessischem Sprachklang – „nen Kaffee unne Wasser“. Für Hilly, die aus Holland kommt, hört sich das an wie „ein Kaffee ohne Wasser“ – worauf sie mehr als irritiert zu uns schaut …

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Das ist er, der berühmte „Kaffee ohne Wasser“, bestellt in Dasburg.

Das amüsante Missverständnis ist schnell aufgeklärt, so dass Jeder bekommt, was er möchte. Frisch gestärkt folgen wir kurz darauf dem mäandernden Lauf der Our Richtung Vianden. Es trübt sich ein wenig ein, bald darauf fängt es an zu nieseln.

In Roth legen wir einen kurzen Stopp ein und beratschlagen: weiter bis Echternach und auf der deutschen Seite wieder zurück? Oder gleich die Landesseite wechseln und zum Mittagessen fahren? Wir entscheiden uns für letztere Variante und erreichen auf trockener Straße den Hinkelshof in Körpenich.

Nach und nach treffen auch Georg und Stefan ein, so dass wir zusammen Mittag essen können. Anschließend nehmen wir den „Parco Naturel Germano-Luxembourgeois“ unter die Räder und fahren uns – angesichts der vielen Kurven und Kehren – fast schwindelig.

Die Suche nach einer geeigneten Gelegenheit für die nachmittägliche Kaffeepause gestaltet sich erwartungsgemäß schwierig. In Neuerburg werden wir endlich fündig und staunen – in der Sonne sitzend – über die in wahren Heerscharen einfallenden holländischen Motorradfahrer.

Eine Stunde und gut 50 Kilometer später sind wir zurück im Hotel, genießen das Feierabendbier auf der Terrasse und freuen uns auf das viergängige Abendessen: Variationen von Fluss und Meer, Brunnenkressesuppe, Ragout vom Mai-Bock mit Eifeler Mehlklößchen und Rotkohl sowie – zum Abschluss – Erdbeeren mit Eis.

Satt und zufrieden – sowie mit einer aufgesetzten Schlehe im Bauch zwecks Verdauung – geht’s zu Bett. Wir wollen fit sein für die nächste Tagestour. Die führt uns morgen erst in den Norden der Eifel und dann über den Nürburgring wieder zurück. Natürlich bei strahlendem Sonnenschein.

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Luxemburg war das Ziel der heutigen Tagestour – auf tollen kleinen Straßen!