Archiv der Kategorie: Jura 2011

Trackverlauf mit Bildern

Nachdem wir alle Routen/Tracks bereits auf der GPSies-Seite veröffentlicht haben, laden wir zur Zeit die Tracks von Uwe nebst einigen Bildern auf der Everytrail-Seite hoch. So wird die gefahrene Strecke noch anschaulicher.

Ein erstes Beispiel findest Du hier:

http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=1109654

Alle gefahrenen Strecken zum Nachvollziehen

Wo sind wir an welchem Tag mit wem im Jura unterwegs gewesen? Eine Frage, die umso schwieriger zu beantworten ist, je länger diese wunderbare Tour zurückliegt. Deshalb haben wir alle Tracks der jeweiligen Routen nun auf unserer GPSies-Seite veröffentlicht.

Die findest die Touren nach Tourguide geordnet, jeweils von Montag bis Freitag. Da wir fünf Tage unterwegs waren, ergibt das zusammen 15 Tracks. Um die gefahrenen Strecken in Gänze zu verdeutlichen, haben wir alle Tracks jedes Tourguides noch mal zusammengepackt. Macht zusammen 3 x 6 = 18 Tracks.

Den entsprechenden Link findest Du hier:

http://www.gpsies.com/mapUser.do?username=kurvenfieber

Du kannst Dir die gefahrenen Routen einzeln ausdrucken, runterladen oder als KML-Datei in Google-Earth öffnen. So lassen sich alle gefahrenen Strecken, auch die der anderen Gruppen, noch einmal nachvollziehen. Wir wünschen Dir viel Spaß dabei!

Aufbruchstimmung

TOURBERICHT FRANZÖSISCHER JURA
Samstag, 21.5.2011 | 7. Tag

Halb neun am Morgen und so gut wie niemand ist mehr am Frühstückstisch. Ein letztes Mal haben wir den leckeren Comté und Morbier genossen, Baguette gegessen sowie einen starken Milchkaffee getrunken und die französische Gastfreundschaft genossen, die im Hotel „Bois durmant“ deutlich mehr war, als dass, was man gemeinhin in Frankreich erwarten kann.

Noch vor 9 Uhr brummen die ersten Motoren. Allein oder in kleinen Grüppchen geht es nach Hause. Auf direktem Weg oder verbunden mit einer Zwischenübernachtung. Schön war sie gewesen, die Woche in der „Franche-Comté“, erlebnisreich und lustig, vor allem aber ohne Pannen, sieht man mal von einem platten Hinterrad und einer falsch eingestellt Kupplung ab.

Wir werden wiederkommen, ganz bestimmt! Jetzt aber geht es im Juni erst einmal in die Schweizer Berge und anschließend ins Elsass. Im Juli steht eine Tour durch den Harz auf dem Programm und dann das Sommerfest. Die Reise ins Riesengebirge ist ausgebucht, aber am Gardasee, im September, gibt es noch freie Plätze. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen – bei einer dieser oder jeder anderen Tour.

Einmal ganz in den Süden

TOURBERICHT FRANZÖSISCHER JURA
Freitag, 20.5.2011 | 6. Tag

Am letzten Tag unserer Motorradtour durch´s Jura statten wir am Morgen einer kleinen Käserei nahe Morbier einen Besuch ab. Zwar ist es nicht so ganz einfach, dem schnellen Redefluß der Bäuerin zu folgen, die uns in französischer Sprache den Produktionsprozess erläutert, aber alle, die der Landessprache mächtig sind, schnappen ein paar Brocken auf und so kriegen wir doch zusammen, worum es geht:

10.000 Liter Milch werden pro Tag verarbeitet, von „glücklichen“ Kühen, deren Zahl je Hektar Weidefläche streng limitiert ist. Auch die Region, in der Käse aus dem Jura produziert werden darf, ist klar abgegrenzt, das Ganze mit einem Gütesiegel dokumentiert. Die 40 Kilo schweren Leiber, die, nachdem die Milch erhitzt, mit Lab versetzt und stundenlang „durchgerecht“ wurde, in den Regalen des Kühlhauses lagern, werden einmal täglich mit einer Salzlauge eingerieben und maschinell gewendet.

Natürlich ließen wir uns die Gelegenheit nicht entgehen, Käse (und Wurst) aus der Region ins Topcase zu packen, als Mitbringsel für die Lieben daheim oder zum selberessen 😉

Bis zum Mittag waren wir dann wieder auf vielen kleinen, kurvenreichen Straßen unterwegs und näherten uns mit der „Cret de Beauregard“ dem südlichsten Punkt unserer Reise. Dunkle Wolken zogen auf, doch noch bevor der Regen kam fanden wir rechts des Weges ein nettes Restaurant, das zur Mittagsrast geradezu einlud. Vor die Frage gestellt, einen Bauernsalat für 13,50 Euro zu essen oder für 18 Euro ein viergängiges Menü zu bestellen, viel die Wahl nicht schwer und erwies sich als durchaus richtig. Am letzten Tag der Reise darf man auch mal richtig schlemmen.

Kurzer Fotostopp unterwegs

Wie erhofft waren nach dem Essen die Straßen wieder trocken, so dass wir, mit dem nötigem Gripp unter den Reifen, so langsam wieder Richtung Hotel fahren konnten. Bei Chézery-Forens galt es dann eine schwierige Entscheidung zu treffen: Sollten wir links abbiegen, um wie geplant über viele kleine Straßen Richtung St-Claude zu fahren – wo sich schon wieder dunkel Wolken türmten – oder sollten wir nicht lieber auf der D 991 bleiben und dem Regen hinterher fahren. Wir entschieden uns für die letztgenannte Variante und hatten wieder einmal Glück, dass der Plan aufging.

Kurz vor Champagnole war dann auch wieder die Sonne da, so dass wir den letzten Abend – und damit auch das letzte Feierabendbier – genießen konnten. Morgen treten wir die Heimreise an.

Die Königliche Saline

TOURBERICHT FRANZÖSISCHER JURA
Donnerstag, 19.5.2011 | 5. Tag

Wie sehr Vorstellung und Wirklichkeit oft von einander abweichen, konnten wir heute beim Besuch der Königlichen Saline erleben. Einst errichtet, (auch) um den hier Arbeitenden menschenwürdige Bedingungen zu bieten, wurde die „Idealstadt“ schon bald zu einem Inbegriff der Überwachung. Salz war um das Jahr 1800 ein teures Gut und so wurde in Arc-en-Senans genau kontrolliert, damit nichts davon abhanden kam. Und weil die Saline nicht den Gewinn abwarf, mit dem man kalkuliert hatte, waren die Arbeitsbedingungen auch bald weit entfernt vom einstigen Ideal

Gut eine Stunde nahmen wir uns Zeit für die Besichtigung, bevor und der Weg weiter in den Norden führte. Zunächst über eine kilometerlang schnurrgeradeaus führende Straße, deren Wegkreuzungen mit großen, aus Stein gehauenen Säulen versehen waren.

Nördlichster Punkt des heutigen Tages war das „Massif de la Serre“, von wo aus wir Kurs auf Dole nahmen. Die Geburtsstadt von Louis Pasteur versprach ein reichhaltiges Angebot an Gaststätten, nach denen wir in den vergangenen Tagen oft lange und manchmal auch vergeblich gesucht hatten.

Schön artig hintereinander

In der historischen Altstadt wurden wir schnell fündig und ließen es uns in der Mittagssonne gut schmecken. Vorbei am „Cirque de Ladoye“ ging es dann so langsam zurück ins Hotel. Unterwegs mussten wir noch einen kurzen Fotostopp einlegen, sah es doch zu lustig aus, wie mehr als 100 Kühe, in Reih und Glied, von der Weide zurück zum Bauernhof „wanderten“.

Wieder war unsere Gruppe mit gut 210 Kilometern nicht sonderlich viel gefahren, hatte aber einen wunderschönen Tag erlebt. Morgen Vormittag wollen wir nahe Morbier eine Käserei besichtigen und dann noch ein wenig über die Höhenzüge streifen. So langsam geht unsere Reise durch’s Jura zu Ende.

Von wegen, lecker Kuchen

TOURBERICHT FRANZÖSISCHER JURA
Mittwoch, 18.5.2011 | 4. Tag

Wieder liegt ein herrlich sonniger Tag hinter uns. Gleich früh am Morgen haben wir der „Präsidententanne“ einen Besuch abgestattet. Ein mächtiger, riesengroßer Baum, der im Wald vor lauter Bäumen nicht weiter auffallen würde, hätte man nicht besonders auf ihn hingewiesen.

Zuvor legten wir noch einen kurzen, spontanen Stopp an einem der vielen Belvederes ein. Ein kurzer Fußweg, der mangels Ausschilderung zunächst auf einer grünen Wiese endete, wurde mit einer prachtvollen Aussicht ins Tal belohnt.

Zu Fuß waren wir auch an der so genannten Teufelsbrücke unterwegs, die eine tiefe Schlucht überspannt. Über zahlreiche steile Stufen ging es hinunter, bis ans Flussbett. Lohn der Mühe: ein tolles Fotomotiv und freie Sicht auf die in die Brücke eingemeißelte Teufelsfratze.

Ein leckerer Salat zum Mittagessen

Auf kleinen kurvenreichen Straßen ging es weiter nach Ornans. In ein netten Brasserie legten wir eine ausgiebige Mittagsrast ein, war die vormittägliche Kaffeepause doch mangels einer entsprechenden Einkehrmöglichkeit entfallen. Recht lange saßen wir unter den Schatten spendenden Plantanen, bevor wir noch einen Abstecher zur Quelle der Loue machten.

Eigentlich wollten wir diesen herrlichen Tag mit leckeren Törtchen beschließen, die es in einem netten Hotel in Malibuisson gab. Doch leider hatte sich Klaus einen kleinen Metallstift in den Hinterradreifen gefahren, so dass erst einmal Flicken angesagt war. Glücklicherweise kam gerade Dieter mit seiner Gruppe auf den Parkplatz gefahren, so dass wir mit Vereinten Kräften den Reifen (hoffentlich) wieder dicht bekamen.

Die Kaffeepause legten wir dann – ohne Kuchen – an der Gaststätte in der Nähe der Loue-Quelle ein, bevor es auf relativ direktem Weg zurück ins Hotel ging. Morgen wollen wir in Richtung der Königlichen Salinen fahren.

Ein Abstecher in die Schweiz

TOURBERICHT FRANZÖSISCHER JURA
Dienstag, 17.5.2011 | 3. Tag

Strahlend blauer Himmel am frühen Dienstagmorgen. Die Sonne lacht und wir machen uns auf den Weg in die Schweiz. Der „Creux du Van“, oberhalb des „Lac de Neuchatel“ ist unser heutiges Ziel.

Doch zunächst einmal geht es auf kurvenreicher Strecke Richtung Grenze. Am Ufer des „Lac de Joux“ finden wir ein kleines Hotel, das zu einer ersten Kaffeepause einlädt. Auf der Sonnenterrasse mit Seeblick lassen wir es uns gut gehen.

Auf schmalen Nebenstraßen geht es weiter Richtung Ste-Croix, wo wir uns rechts Richtung Mauborget halten. Hier sind die Alpen bereits in Sichtweise.

Ein mutiger Blick in den Creux-de-Van

Dann wird es spannend: schmal, kurvenreich und stellenweise richtig steil windet sich ein kleines Asphaltband von gut 600 Metern über dem Meeresspiegel hinauf auf über 1300 Meter – sagenhaft! Ganz in der Nähe des „Creux du Van“ endet die Straße an einer kleiner Ferme auberge, in der wir uns einen Salat mit Schinken und warmem Käse als Mittagessen gönnen. Die nötige Wegzehrung für den nun folgenden „Verdauungsspaziergang“.

Zu Fuß geht es gut zehn Minuten – oder war es doch länger? – zum „Creux du Van“, einem gewaltigen Talkassel, dessen Abbruchkante rund 600 Meter in die Tiefe reicht. Ein fantastisches Naturschauspiel!

Bald darauf haben wir wieder das Französische Jura erreicht und legen in Malibuisson noch einen kurzen Stopp ein. Im „Hotel de Lac“ gibt es alles, was unser Herz begehrt: Kaffee, Kuchen, Eis uns so manch andere Leckerei. Das ist für die Region und Jahreszeit schon sehr außergewöhnlich.

Am morgigen Mittwoch wollen wir an der Präsidententanne einen Fotostopp einlegen und auf winzig kleinen Straßen zum „Cirque de Consolation“ fahren.