Doch wieder mehr als 300 Kilometer

Die letzte Tagesetappe – es geht zurück nach Macon. 270 Kilometer sind geplant, am Ende sollten es wieder mehr als 300 werden.


Nebelschwaden ziehen am frühen Morgen durch die Hochtäler der Cevennen und werden von der Sonne vertrieben, die sich kurz vor acht Uhr über die nahegelegenen Hügelketten schiebt. Noch einmal genießen wir das fantastische Frühstück im „Hotel de la Poste“, bevor wir uns auf die Reise machen.

Madame kommt auf den Parkplatz, um uns persönlich zu verabschieden; in zwei Jahren kommen wir mal für ein paar Tage,  raune ich Ihr zu. Für ein paar Tagestouren durch die Cevennen ist das Hotel ein guter Standort. Ihr Mann hat derweil seine TDM aus dem Schuppen geholt und outet sich als Motorradfahrer.


Wir klemmen uns auf die Route National und fahren gen Norden – nicht allzu lange, denn die Breite Straße ist langweilig. Also suchen wir uns unseren Weg links und rechts der Hauptroute und fahren über eine wenig Vertrauen erweckende Brücke zu einer Burgruine, auf der ein einsames Lama grast.


Nach einem kurzen Fotostopp geht es auf zum Teil winzig kleinen Nebenstraßen nach Puy-en-Valle. Während wir so durchs Nirgendwo rollen denke ich mir, wenn wir jetzt eine kleine Bar finden würden, wäre das der richtige Zeitpunkt für eine Kaffeepause. Er ist es: in Le Brignon finden wir ein idyllisches Plätzchen für eine erste Rast.
Die Mittagspause legen wir in Chamalières-sur-Loire ein. Regionale Besonderheiten verspricht die Küche und verspricht damit nicht zuviel. Allen mundet das letzte gemeinsame Mittagessen dieser Tour; noch sind es 190 kurvenreiche Kilometer bis zum Ziel in Macon.


Wir folgen dem Flußlauf über viele Kilometer, nachdem wir die Ausläufer der Auvergne hinter uns gelassen haben. Das Stelldichein der Kurven, die vor uns liegen, lassen keine Wünsche offen.

In Pontcharra-sur-Tundine legen wir noch eine Kaffeepause ein und treffen dabei Stefan mit seiner Gruppe. Nicht weit von der Bar entfernt, in der wir zusammensitzen feiert ein französisches Paar Hochzeit – mit Blaskappelle und lautem Hallo; herrlich.


Jetzt sind es noch gut 60 Kilometer bis zum Hotel – Punkt 18 Uhr rollen wir auf dem Hotelparkplatz aus. Eine wunderbare Woche geht zu Ende. Danke an alle, die dabei sein konnten.

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