Norwegen von seiner schönsten Seite

So langsam ziehen die Wolken, die tief über dem Dovrefjell hängen, in höhere Gefilde und geben den Blick frei auf die mächtige Berge, die sich links und rechts der Straße erheben.


Bis auf 1000 Meter klettert die E6, imposante hölzerne Schneeschutzgitter machen deutlich, welche Naturgewalten in dieser Höhe in der kalten Jahreszeit wohl toben.

Für uns scheint heute die Sonne! Nach gut 40 Kilometern Fahrt zweigen wir auf die Straße 29 ab und dann auf die 27. Wir sind ganz für uns allein. Ab und an ein Auto, aber von Zivisilation kaum eine Spur. Das Hinweisschild nach Doralseter weist auf eine Gaststätte hin. Allerdings ist der Weg dorthin 12 Kilometer weit und unbefestigt. Und nicht alle mögen Schotter fahren.


Also teilen wir uns auf. Dagmar, Lutz und Jörg fahren mit mir weiter auf Asphalt, der Rest mit Stefan auf dem Waldweg nach Doralseter. Im weiteren Verlauf werden wir uns dann schon irgendwie wieder treffen – früher als gedacht. Schon bald wurde für die Weiterfahrt Maut verlangt und da ungewiss war, ob die ausgeschilderte Gaststätte wirklich auf hatte, wollte nicht jeder umgerechnet 5 Euro für ein Experiment mit ungewissem Ausgang zahlen. Also fuhr auch die „Schottergruppe“ letztlich wieder auf der Straße, so dass wir gemeinsam Rast im Café Atnasjo machten.


Bei strahlendem Sonnenschein saßen wir an einer langen Schiefertafel zusammen und stärkten uns mit frisch gebackenen Waffeln. Lecker.

Die anschließende Fahrt über das Venabygus-Fjell war atemberaubend. Wieder waren wir gut 1000 Meter über dem Meeresspiegel unterwegs. Über uns blauer Himmel mit vielen weißen hingetupften Wolken. Um uns herum Berge, Seen, Steine, Moose, Flechten – und das alles bei strahlendem Sonnenschein; ein Traum!

Statt durchs Gudbrandstal zu fahren, ging es auf kleinen Waldwegen Richtung Peer-Gynt-Weg. Der führt auf gut 1000 Meter Höhe, unbefestigt aber gut fahrbar, durch eine faszinierende Landschaft, die weite Ausblicke bietet.


Kurz bevor der Asphalt wieder beginnt, finden wir eine kleine „Fjellstube“ in der es Kaffee und noch leckerere Waffeln als heute morgen gibt. Gut gestärkt nehmen wir, nach kurvenreicher Fahrt, noch ein herrliches Natursträßchen, unter die nicht immer vorhandenen Stollenräder und legen schließlich in Dokka noch eine Kaffeepause ein. 40 Kilometer später erreichen wir Raufoss, das heutige Etappenziel.


Um halb acht beginnt die „Schlacht am Buffet“, die gut eine Stunde später mit einem leckeren Nachtisch endet. Mal sehen, was uns morgen auf der Fähre kredenzt werden wird. Ab 14 Uhr treten wir von Oslo aus die Heimreise an.

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