Landschaftlich toll – fahrerisch anspruchsvoll

Es ist halb sieben, als uns über den Bordlautsprecher – und noch dazu in vier Sprachen – verkündet wird, dass die Einfahrt in den Hafen nun vorbereitet werde. Da sind wir von Olbia noch eineinhalb Stunden entfernt. Elf Stunden waren wir auf dem Meer unterwegs, dass vor Genua durchaus spürbar Wellen schlug. Jetzt, vor der Küste Sardiniens, ist die See ruhig und die Sonne scheint.



Was für ein Morgen.

Ein Espresso und ein kleines Hörnchen müssen fürs erste Frühstück reichen. Kurz nach acht legt die Fähre an und es beginnt das übliche Gewusel. Jeder will schnell zu den Autodecks, doch nicht jeder hat sich den Weg dorthin gemerkt. So ein Schiff ist groß und hat viele Treppenabgänge …

Schließlich sind wir wieder alle an Land und machen uns auf den Weg nach Lugosanto. Im Norden der Insel wollen wir die erste Nacht bleiben – und jetzt erst mal ordentlich frühstücken. Im Hotel steht schon alles für uns bereit.

Frisch gestärkt machen wir uns wieder auf den Weg. Der „Monte Limbarda“, gut 1400 Meter hoch und mit einem dichten Wald an Funkantennen versehen, ist unser Ziel.

Die Endurotruppe unternimmt zuvor noch einen Abstecher zum „Monte Pino“. Doch der Weg dorthin stellt uns vor große Herausforderungen. An einem Abzweig verwandelt sich der schmale Pfad eher in ein Bachbett, denn in eine brauchbare Enduropiste. Tiefe Auswaschungen, loses Geröll und zahlreiche Rinnen fordern unser ganzes Können. Hier müssen vor gar nicht langer Zeit sinnflutartige Regengüsse niedergegangen sein.


Erst mal schauen, wo es lang geht …

Speedy nimmt unser Motto „Endurowandern“ wörtlich und erkundet den weiteren Verkauf zu Fuß; gemeinsam beschließen wir umzudrehen und den direkten Weg zum „Monte Pino“ zu nehmen. Der ist auch geschottert …

Vom Gipfel bietet sich ein herrliches Panorama. Wir blicken auf Olbia mit seinem Hafen, rundherum liegen prachtvolle Berge, Sonnenschein und blauer Himmel – es ist ein Traum.


Tolle Aussicht vom „Monte Pino“

Auch bei der Anfahrt zum „Monte Limbarda“ müssen wir improvisieren. Anfangs ist alles noch easy. Die Trasse ist zwar unbefestigt und stellenweise recht tückisch, aber die Beschilderung am Wegesrand lässt hoffen: eine ausgewiesene Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 km/h sowie ein Überholverbot lassen vermuten, dass die Piste fahrbar ist.


Ein übler Feldweg mit Geschwindigsbegrenzung und Überholverbot – das gibt es nur in Italien.

Ist sie auch, mit Zuversicht und einem beherzten Griff am Gas – bis wir an einem Steilstück „hängen bleiben“. Wieder machen uns tiefe Furchen und lose Steine das Leben schwer. Wieder entscheiden wir uns vorsichtshalber fürs Rumdrehen. Es gibt ja auch noch einen asphaltierten Weg zum Gipfel ….

Das war noch ein einfaches Stück.

Doch auf halber Strecke entdecken wir einen vielversprechenden Einstieg zum „Antennenberg“. Der Untergrund ist relativ fest, die Steigungen sind moderat – so hatten wir uns das vorgestellt! 20 Minuten später sind wir am Gipfel. Mit ein wenig Pfadfindergeist hat uns Speedy hier gut raufgelotst.


Die meisten „Funkmasten“ sind mittlerweile außer Betrieb.

Gut eine Stunde später laufen wir im Hotel ein, genießen das Feierabendbier und lassen uns von der guten Küche im Hotel „San Trano“ verwöhnen.


Wieder mal Pasta als Vorspeise 😉 Sogar – auf Wunsch – mit Nachschlag.

Auch die beiden Straßengruppen hatten ihren Spaß und konnten sich an den vielen Kurven auf der Insel kaum satt fahren. Morgen gehts an die Ostküste. Cala Ganone ist das Ziel.

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