Von den oberitalienische Seen ans Meer

Die heftigen Gewitter, die für die frühen Morgenstunden angekündigt waren, hat es glücklicherweise nicht gegeben. Aber ein bisschen Nieselregen – leider.

Nach einem herrlich italienischen Frühstück – mit Wurst, Käse und Marmeladenkuchen – schwingen sich die Biker um kurz nach 9 Uhr auf die Maschinen. Speedy fährt mit der Endurotruppe voran, Stefan und Georg folgen.

Drei Gruppen machen sich auf den Weg nach Genua.

Um kurz vor 10 Uhr werfe auch ich den Diesel des Ducatos an und überlege, wie ich die gut 250 Kilometer bis Genua möglichst zeitraubend hinter mich bringe?

Ich wäre gern Landstraße gefahren, aber eine einigermaßen gut ausgebaute Staatsstraße gibt es nicht gen Süden. Und auf die kleinen wuseligen Straßen, die wir ansonsten so gern mit dem Motorrad fahren, habe ich mit dem 6 Meter langen Ducato keine Lust. Also doch Autobahn.

Die westliche gelegene A26 habe ich mir rausgesucht. Die A7, die an Mailand vorbeiführt, ist mir irgendwie in schlechter Erinnerung. Ganz im Süden meine ich mich an einige spektakuläre Brückenbauwerke zu erinnern, die bei dem Wind, der heute herrscht, sicher eine Herausforderung für mich sein werden.

Weil ich viel Zeit habe wird der Tempomat bei 95 km/h aktiviert und jede zweite Raststätte zu einer ausgedehnten Kaffeepause angefahren: Drei Latte und zwei Espressi auf 250 Kilometer – kein schlechter Schnitt 😉


Kaffeepause in einer italienischen Bar – immer wieder herrlich.

So ein Kaffee an der Bar – auch wenn es nur eine Autobahnraststätte ist – ist doch immer was Besonderes: erst an die Kasse gehen und die Bestellung aufgeben. Nach dem Bezahlen dann mit dem Bon an die Bar, wo das gewünschte Getränk zubereitet und auf den Tresen gestellt wird. Einfach herrlich!

Nach dem letzen Stopp sind es noch gut 70 Kilometer bis Genua. Georg lässt mich per Whatsup wissen, eine Pizzeria gefunden zu haben, in der es kühles Bier im Kühlschrank gibt. Auf der Fähre heute Abend sicher auch …

Kurz vor dem Meer ein Anstieg auf über 400 Meter – die Autobahn führt über den „Passo del Turchino“. Der böige Wind treibt dichte Wolkenfetzen durchs Gebirge, es fängt wieder heftig an zu regnen und die Warnung vor starkem Seitenwind hat durchaus ihre Berechtigung.

Dann liegt Genua vor mir, die Hafenstadt am Meer. Über die Abfahrt „Genua Ost“ gelange ich direkt zu Hafen, „Fahrspur 2“ sagt mir der Mann am Check-in – um kurz vor vier stehe ich an der Laderampe der Fähre, die uns über Nacht nach Sardinien bringen wird.


Diese Fähre wird uns nach Sardinien bringen.

Gegen 18 Uhr wollen die Motorradfahrer eintreffen, eine halbe Stunde später beginnt der Check-in und um 21 Uhr heißt es: Leinen los! Am Montagmorgen werden wir unser Ziel erreicht haben. Fünf kuvenreiche Tage haben wir Zeit, die Insel wieder einmal zu entdecken.

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