Ein hartes Stück Arbeit

Während die beiden „Straßengruppen“ heute auf Nebenstraßen Richtung Turin unterwegs sind – und dabei unter anderem den Stich zum Stausee von Malciauasia unter die Räder nehmen – wollen die Endurofahrer zur Assietta und den Sommeiller hinauf. Doch zunächst müssen wir erst einmal Sprit nachfassen.

Die IP-Tanke ist geschlossen. An der nahegelegenen Tamoil wird noch gewerkelt. „In gut zwei Stunden funktioniere wieder alles, sagt uns der Tankwart; wir sollten hoch Richtung „Tunnel de Frejus“ fahren, da sei offen. Doch irgendwie finden wir die Zufahrt nicht und landen schließlich auf der Autobahn Richtung Turin. Wenigsten die Richtung stimmt.

In Oulx geht’s wieder runter von der Bahn. In der Ortsmitte zeigt das Navi gleich zwei Tankstellen an. Die Esso hat geschlossen, doch bei der Tamoil haben wir gleich dreimal Glück: offen, mit Tankwart und Barzahlung.

Weniger Glück haben wir, den Einstieg zur Assietta zu finden, der von hier aus direkt zum Zwischensattel „Colle Basset“ führen soll. Entweder mündet die Zufahrt in einer gegenläufigen Einbahnstraße oder eine Schranke verhindert die Weiterfahrt.

Da wir heute noch viel vor haben, brechen wir die Suche schließlich ab, fahren auf direktem Weg nach Sestriere und gehen die Sache von hinten an. Der Weg führt dabei an Fenils vorbei – von hier aus ginge es auf einer üblen Piste zu den alten Geschütztürmen am legendären Mont Chaberton. Leider ist die Zufahrt schon seit Jahren gesperrt. So bleibt uns nur ein wehmütiger Blick vom Tal hinauf zum Gipfelfort.

Wenig später ist die Assietta erreicht. Knapp 30 Kilometer Schotter auf durchweg deutlich mehr als 2200 Höhenmetern. Ein Heidenspaß für die ganze Gruppe. Das zeigt auch das nachfolgende Video:

 

Unterwegs legen wir eine kurze Rast ein und machen Picknick. Peter und Harald hatten dafür des morgen reichlich Käse, Wurst und Schinken eingekauft.

Am späten Mittag erreichen wir mit dem Colle delle Finstre das nächste Stück Schotter. Auf unbefestigter Piste fahren wir talwärts. Kaum ist der Asphalt wieder erreicht, schrauben wir uns kehrenreich durch herrliche Kastanienwälder Richtung Susa. In Chiomonte legen wir noch eine Kaffeepause ein.

All das haben wir in einem kleinen Video zusammengefasst:

 

Dann wartet die nächste Herausforderung auf uns: der fast 3000 Meter hoch gelegene Sommeiller – ein echter Kraftakt. Bis zum Rifugio ist alles easy. Dann beginnen die Kehren. Tiefe Auswaschungen und eine Piste, die immer wieder einem Geröllfeld gleicht, fordern unsere gesamt Aufmerksamkeit. Die Motorräder arbeiten unter uns und fahren nicht immer in die Richtung, die wir eigentlich vorgesehen hatten.

Meter um Meter gewinnen wir an Höhe, fahren manchmal fast um Lenkanschlag ums Eck und haben mächtig zu tun. Dann ist das fast auf 3000 Meter gelegene Gipfelplateau erreicht. Ein schneidender Wind pfeift hier oben und der erste Schnee ist zum Greifen nah. Wir genießen die Aussicht auf die umliegenden Berge, deren Konturen, bei klarer Luft, von der Abendsonne regelrecht herausmodeliert werden.

Ein interessanten Einblick in diesen Streckenabschnitt zeigt das nachfolgende Video:

 

Es scheint, dass so mancher die Abfahrt ins Tal ein wenig herauszögern will, schreckt doch der Gedanke an die engen Kehren ein wenig. Doch es läuft viel besser, als von so manchem befürchtet und schneller als gedacht sind wir wieder in Rochemolles.

Fünf Minuten später stehen wir an der Tamoil in Bardonecchia – die mittlerweile wieder funktioniert – und freuen an über unsere „Heldentaten“. Morgen geht’s weiter nach Cuneo, unter anderem über den Parpaillon.

Der erste Schnee auf gut 3000 Metern Höhe. Und das bei strahlendem Sonnenschein.

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