Durchs Friaul und die Dolomiten

Salami, Schinken. Mortadella, dazu noch ein Stück Hartkäse, etwas Brot und ganz viel Kaffee – so sieht das Frühstück aus, das wir uns auf der Hotelterrasse gönnen. Solchermaßen gestärkt, sehen wir den „Abenteuern“ des heutigen Tages gelassen entgegen.

Das erste wartet bereits in Sutrio auf uns. Da fahren wir auf der ganz alten Trasse hoch auf den Monto Zoncolan. Früher konnte man hier gut Enduro fahren, war der Weg doch komplett geschottert. Mittlerweile erleichtert welliger Asphalt das Fortkommen – doch die engen Kehren sind geblieben.

Mit denen kämpft insbesondere Lutz, der seine neue R 1200 RS meisterlich durchs enge Geläuf pilotiert;  trotz erheblich eingeschränktem Lenkeinschlag. Auch die tiefen Querrillen, die dem Wasserabfluss dienen, sind nicht unbedingt seins, werden aber mit kurzen, beherzten Gasstößen überwunden.

Wieder um Tal zweigen wir hinter Ovaro ab in Richtung „Forcella Lavadet“, legen unterwegs noch ein Kaffeepäuschen ein, und erreichen nach herrlich kurvenreicher Fahrt schließlich „Lago di Cadore“. Jetzt muss eine strategische Entscheidung getroffen werden: rechts ab würden wir ein erhebliches Stück der geplanten Route abkürzen und kämen wohl noch vor dem für den Nachmittag angekündigten Regen trocken ins Hotel. Links ab müssten wir noch deutlich mehr als 200 Kilometer fahren …

Natürlich setzen wir den Blinker links und Folgen der Staatsstraße in Richtung Belluno. In Longarone folgen wir zunächst der Beschilderung zum „Passo Staulanza“, biegen dann aber zum „Passo Cereda“ ab. Kurven- und kehrenreich schraubt sich das schmale Sträßchen bergan.

Rechter Hand lädt ein kleines Rifugio zur Mittagsrast. Wir bestellen eine „kalte Platte“ und bekommen reichlich Schinken und Käse in unterschiedlichsten Variationen. Genau das richtige für einen kurzen Stopp in den Bergen.

Bald darauf erreichen wir Cortina und zweigen ab in Richtung Misurina-See. Die Region scheint Wohnmobilfahrer förmlich anzuziehen, von denen wir einige auf den nächsten Kilometern „niederkämpfen“ müssen.

Kurz vor St. Stefano di Cadore fängt es tatsächlich leicht an zu regnen, so dass wir kurzerhand eine Kaffeepause einlegen. Kaum sind Espresso und Latte Macchiato bestellt, reißt der Himmel wieder auf, so dass wir auch die letzten, gut 50 Kilometer, im Trockenen unterwegs sind.

Morgen gehts (schon wieder) zurück nach Österreich und am Sonntag dann nach Hause. Irgendwie schade.

Mittagsrast in den Bergen – ein Teller Speck und ein Teller Käse; mehr braucht es nicht.

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