Zum Schluss waren es nur noch sieben

Die hochsommerlichen Temperaturen fordern ihren Tribut. Eigentlich hatten wir heute Morgen mit 26 Motorrädern zur Hunsrücktour aufbrechen wollen. Doch bei angekündigten 40 Grad, war so mancher eher dem „Kulturprogramm“ und nicht dem Motorradfahren zugetan. So starteten wir denn mit drei kleineren Gruppen erst einmal Richtung Mosel. Gut 80 Kilometer war die erste Etappe lang und auf den Höhenzügen der „Gebirge“, auf denen wir uns bewegten, war es noch relativ angenehm.

Nach eineinhalb Stunden Fahrt erreichten wir Beilstein und legten in der Klosterschänke eine kleine Pause ein. Die Aussicht auf die Mosel war fantastisch, der Erdbeerbecher lecker – so ließ es sich aushalten.

Wenig später folgten wir für ein paar Kilometer dem Flussverlauf der Mosel – tief unten im Tal waren die Temperaturen schon deutlich höher; so mancher Bordcomputer zeigt in der Spitze 38 Grad. Höchste Zeit in Richtung Hunsrück abzubiegen. Auf 400 Höhenmetern und mehr war’s deutlich angenehmer, im schattigen Wald sowieso.

Gegen 13 Uhr war das Gasthaus „Zum Idertal“ in Laufersweiler erreicht. Hier legten wir eine ausgiebige Mittagspause ein. Große Salatteller mit Thunfisch, Putenstreifen oder Schinken, dazu kistenweise Wasser, das gar nicht so schnell in den Kühlschrank gepackt werden könnte, wie es von uns geordert wurde.

Beim Warten aufs Essen spielten wir ein wenig mit dem neuen Navi von Lutz, das mit der neuen BMW von Lutz „kommuniziert“. Gut 9.000 Mal war seit dem Start am Morgen die Vorderradbremse aktiviert worden, dem teilintegralen Bremssystem sei Dank die hintere gut 18.000 Mal. Zudem registrierte der ins Navi integrierte Bordcomputer knapp 6850 Schaltvorgänge und eine durchschnittliche Außentemperatur von 23,8 Grad – beeindruckend.

Nach dem Essen wurde dann individuellen Teilnehmerinteressen Rechnung getragen: Einige Biker wollten auf möglichst direktem Weg zurück ins Hotel, „verirrten“ sich dabei auf die Autobahn und mussten feststellen, dass es dort mit gut 40 Grad am heißesten war.

Dieter funktioniere ein nahegelegenen Kneippbecken kurzerhand zum Schwimmbad um und erfrischte sich mit seiner Gruppe an kühlem Quellwasser, während Stefan und Uwe mit ihren Gruppen – oder dass, was davon übrig geblieben war, auf herrlich kleinen, kurvenreichen Straßen gen Kirn führen. Auf der Kyrburg sollte die letzte Kaffeepause eingelegt werden. Da waren wir dann noch sieben.

Noch 56 fröhliche Kilometer und wir wären wieder im Hotel. Nachdem Eisbecher und Espresso für die nötige Aufmunterung sorgten, starteten wir die Motoren. Bald darauf wurde es spannend. Denn die dunklen Gewitterwolken, die sich vor uns am Himmel auftürmten, kamen bedrohlich nahe. Dazu zog ein heftiger Wind auf. Doch wir hatten Glück – das Unwetter zog vorbei und wir kamen trocken im Hotel an.

Nach dem für den Samstag mittlerweile schon traditionellen Grillabend saßen wir noch lange draußen zusammen. Kein Wunder, fährt morgen doch jeder wieder individuell nach Hause. So ein Wochenende ist irgendwie viel zu kurz …    Start zur Hunsrück-Tour. Kurz nach 9 Uhr ging’s los.

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