Was für eine Anfahrt

Von Donnerstag bis Sonntag geht’s in den Bayerischen- und den Böhmerwald. Nahe Bayerisch Eisenstein haben wir ein kleines Berghotel gefunden, von dem aus wir zu unseren kurzweiligen Touren starten wollen. Die erste beginnt gleich am Donnerstag; mit allen Teilnehmern, die bis dahin schon am Hotel eingetroffen sind, wollen wir schon mal eine kleine Runde rund um den „Großen Arber“ drehen.

Da die Autobahn am Feiertag meist ziemlich voll ist – und ich mit dem Ducato anreisen werde – beschließe ich, schon am Mittwochnachmittag los zu fahren. Die gut 420 Kilometer bis zum Ziel sollten bis gegen 20 Uhr zu schaffen sein …

Doch auf der A3 in Richtung Süden steht der Verkehr mehr, als dass er rollt. Schon am Flughafen der erste Stau. Weiter Richtung Würzburg immer wieder zähfließender Verkehr mit Stillstand. Vor Nürnberg ein Unfall in einer Baustelle – Zeitverlust gut eine Stunde. Das Navi auf dem Handy meldet unablässig Behinderungen, die der Verkehrsfunk im wesentlichen bestätigt. Statt viereinhalb Stunden Fahrzeit sind es über die Autobahn jetzt mehr als sieben.

Schauen wir doch mal, wie lange die Fahrt über Land dauern würde? Wie vermutet auch nicht viel länger, dafür wurde der Ducato aber rollen und nicht vorwiegend stehen, was mich wahnsinnig macht. Also die Option „Autobahn vermeiden“ im Navi aktiviert und auf herrlichen Straßen staufrei gen Süden gerollt.

In stockfinstrer Nacht fahre ich schließlich durch den Bayerischen Wald. Ab 22 Uhr habe ich die Straßen ganz für mich alleine. Der Abzweig, der schließlich zum Hotel führt, mündet in einen unbefestigten Waldweg – sagt zumindest das Navi. Lieber noch mal anrufen. Einen 6 Meter langen Transporter im Dunkeln rückwärts wieder auf die befestigte Straße bugsieren zu müssen, macht nicht wirklich Spaß.

Doch der Abzweig ist richtig. „Passt schoo“, meint der Wirt. Und während ich so durch den Wald rumpele, merke ich, dass wir hier schon mal waren. Bei der letzten Tour durch den Bayerischen Wald haben wir in der „Mooshütte“ eine Kaffeepause eingelegt. Der Weg ist also „fahrbar“ …

Es ist kurz vor 23 Uhr, als ich endlich den Motor abstellen kann. Was dafür eine Anfahrt! Im Eingangsbereich entdecke ich eine V-Strom mit Fähnchen. Die kann nur Hans-Jürgen gehören, der wohl auch schon einen Tag früher angereist ist.

Schnell die Sachen aufs Zimmer und das „technische Equipment“ aufgebaut, damit Kameras und Akkus bis morgen vollgeladen sind. Schließlich wollen wir auch diese Tour auf Video festhalten. Jetzt geht’s aber erst mal schlafen. War doch ein langer Tag heute …

Schnell noch die Ladegeräte anstöpseln, um Kameras und Akkus aufladen zu können.

Eine Antwort zu “Was für eine Anfahrt

  1. Michael Landvogt

    Haben die in der „Mooshütte“ ein KKW, von wegen der vielen „Stöpselei“ ;-),
    also nicht die Übersicht verlieren und eine schöne Tour für alle von einem „Fast-Teilnehmer“ ;-)…
    Grüße Michael

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