Ein perfekter Tag – mit Hindernissen

TOURBERICHT GROSSGLOCKNER
Donnerstag, 20. Juni 2013 | 5. Tag

Die Nockalm und die Turracher Höhe sind die „Highlights“ des heutigen Tages. Doch um da hin zu kommen, müssen wir ordentlich Kilometer machen. Auf „direktem“ Weg gut 360, „außen rum“ wohl 420.

Für die letzte Variante entscheiden sich gerade mal sechs „Vielfahrer/innen“; alle anderen wollen lieber etwas weniger fahren – was nicht immer klappen sollte.

Wir, die wir die große Runde fahren wollen, brechen schon um 8:30 Uhr auf, auch weil wir vor dem großen Run noch einmal am Großglockner sein wollen. Fünf Minuten nach 9 Uhr stehen wir am Mauthäuschen; als „Wiederholungstäter“ Zahlen wir diesmal nur zehn Euro. Freies Fahren bis Heiligenblut ist angesagt, bis auf einen Bus und ein paar Autos, die alle schnell überholt sind, haben wir freie Fahrt.

Den ersten Kaffeestopp legen wir kurz hinter Nikolsdorf, im Gasthof „Chrysanthener Wirt“ ein, dann geht zügig das Drautal durch auf der stellenweise gut ausgebauten B 100. Bei Sachsenburg halten wir uns nordwestlich und umfahren auf winzig kleinen Straßen, hoch oben am Berg, Spittal und Seeboden. Vor uns liegt der Millstätter See, der sich uns in ganzer Pracht darbietet. Das muss natürlich im Foto festgehalten werden.

In Gmünd treffen wir auf die B 99, auf der wir „beschwingt“ gen Kremsbrücke fahren. Hier zweigt die „Zufahrt“ zur Nockalm ab. Kurz vor eins sind wir an der Mautstation, wenige Kilometer später machen wir auf der „Heiligenbachhütte“ eine schöne Brotzeit. Hier treffen wir auch Dieter mit seiner Gruppe, der den direkte Weg über die B 311 und den Radstädter Tauern genommen hat. Nur vom „kleinen Uwe“ ist weit und breit nichts zu sehen.

Nach dem Mittag sollte es dann Richtung Glockenhütte und über die bis zu 25 Grad steile Turracher Höhe langsam wieder heimwärts gehen – doch weit gefehlt! Auf halber Strecke versperrt ein Omnibus die Straße. Die Fahrerin wollte wohl wenden und hatte sich – quer stehend – fest gefahren. Nichts geht mehr. Erst muss ein Kran geholt werden, der für Strecke wieder frei macht.

Wir kehren zwangsläufig um und fahren durch das anmutige Bundschuh- und das sich anschließende Thomatal, vorbei an Schloss Moosham und mitten durch das romantische Mauterndorf, nach Obertauern. Im Hotel Solaria, bei den Schmidt-Brüdern, wollen wir die Kaffeepause einlegen.

Groß ist die Wiedersehensfreude, waren wir doch schon seit einiger Zeit hier nicht mehr zum urlauben da. Ich erzähle Christian davon, dass wir im September mit einer Gruppe im Friaul sein werden und dort auch zwei Tage Enduro fahren wollen. Wenn er Zeit und Lust hätte … – was für eine Frage 😉 Wenn’s terminlich passt, ist er dabei.

Wir liegen gut in der Zeit. Erst gegen 18 Uhr wollen wir in Bischofshofen sein. In den Abendstunden ist die Zufahrt zum wegen Bauarbeiten gesperrten „Dienter Sattel“ wieder frei. Und den wollen wir heute unbedingt noch unter die Räder nehmen.

Um viertel vor sieben und mit 420 kurvenreichen Kilometern auf dem Tacho treffen wir wieder im „Landhaus Jausern“ ein. Dieter ist schon da, wer fehlt ist der „kleine Uwe“. Der ist die Runde von hinten angegangen und erst über die Turracher zur Nockalm gefahren. Da stand er dann „auf der anderen Seite“ des quer stehenden Busses. Die „Umfahrung“ des Hindernisses über den Milstätter See geriet dann doch etwas länger als geplant, so dass die Gruppe, die am wenigsten fahren wollte, die meisten Kilometer unterwegs war: 460 an der Zahl!

Morgen sind mit der Zillertaler Höhenstraßen nur 280 Kilometer geplant – mal sehen, wie viele es tatsächlich werden.

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Tolle Aussicht auf den Millstätter See. Das muss im Foto festgehalten werden.

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