9 Stunden und 7 Minuten für 218 Kilometer

Immerhin: mit 4 Stunden 57 Minuten war die Zeit, in der wir auf dem Motorrad saßen doch noch länger, als die 4 Stunden 10 Minuten, in denen wir nicht unterwegs waren. Aber genau das hatten wir heute gewollt.

Von Tregastel aus ging es heute Richtung Osten. Immer auf möglichst kleinen Küstenstraßen. Oft waren die Wege nur Handtuchbreit und manchmal schon in „Re-Naturierung“ begriffen – immer aber fand sich am Ende ein beeindruckender Blick auf die bizzaren Felsen der Cote de Granit Rose und das offene Meer.

Bis zum Mittag ging es nur recht langsam vorwärts; häufige Fotostopps und das eine oder andere Wendemanöver, weil die Straße plötzlich in den Küstenwanderweg überging oder ein im Navi angegebener Abzweig nicht vorhanden war, forderten ihren zeitlichen Tribut. Aber Zeit hatten wir ja.

Eine späte Kaffepause legten wir in Kengerc ein. Unverhofft fanden wir dort wieder einmal einen „Salon de The“, dessen Kuchentheke uns begeisterte. Und während wir uns es bei strahlendem Sonnenschein und mehr als angenehmen Temperaturen so richtig gut gehen ließen, fiel in Deutschland noch einmal Schnee: gut 10 Zentimeter auf der Schwarzwaldhochstraße.

Zur Mittagszeit war Fisch gewünscht. Ein nettes Lokal, direkt am Hafen, das wäre doch was. In Logiivy de la mer fanden wir, was wir suchten. Im Redtaurant „Au Grand Large“ gib es alles, was das Herz begehrte: Muscheln, Austern, Krebse und sonst noch allerlei Getier, für das jede Menge Werkzeug benötigt wurden, um die genießbaren Teile aus dem jeweiligen Meerestier zu pulen.

Ab der „Côte de Goelo“ ging es wieder ins Landesinnere, Richtung Belle-Isle-en-Terre. So langsam brauchte die Cagiva wieder Sprit. Glücklicherweise fand sich rechtzeitig eine Tanke: diesmal lag die Restmenge bei 0,3 Liter. Morgen fahren wir den rasselnden Zweizylinder trocken!

Nachdem wir bei Ploumanach noch einmal einen tollen Blick aufs offene Meer genießen konnten, ging es zurück ins Hotel. Das Feierabendbier im Garten wartete auf uns. Am Ende des Tages standen „nur“ 218 Kilometer auf dem Tacho. Die aber waren unheimlich erlebnisreich und eindrucksvoll.

Morgen wollen wir die Küste Richtung „Westen“ abfahren und dann geht es auch so langsam schon wieder nach Hause. Aber daran sollten wir jetzt noch garnicht denken.

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Solche kleinen Leckereien gibt es als „Zwischenmahlzeit“ auch in der Bretagne – wenn man sie findet. Wir hatten dreimal das „Glück“.

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