Einmal ganz in den Süden

TOURBERICHT FRANZÖSISCHER JURA
Freitag, 20.5.2011 | 6. Tag

Am letzten Tag unserer Motorradtour durch´s Jura statten wir am Morgen einer kleinen Käserei nahe Morbier einen Besuch ab. Zwar ist es nicht so ganz einfach, dem schnellen Redefluß der Bäuerin zu folgen, die uns in französischer Sprache den Produktionsprozess erläutert, aber alle, die der Landessprache mächtig sind, schnappen ein paar Brocken auf und so kriegen wir doch zusammen, worum es geht:

10.000 Liter Milch werden pro Tag verarbeitet, von „glücklichen“ Kühen, deren Zahl je Hektar Weidefläche streng limitiert ist. Auch die Region, in der Käse aus dem Jura produziert werden darf, ist klar abgegrenzt, das Ganze mit einem Gütesiegel dokumentiert. Die 40 Kilo schweren Leiber, die, nachdem die Milch erhitzt, mit Lab versetzt und stundenlang „durchgerecht“ wurde, in den Regalen des Kühlhauses lagern, werden einmal täglich mit einer Salzlauge eingerieben und maschinell gewendet.

Natürlich ließen wir uns die Gelegenheit nicht entgehen, Käse (und Wurst) aus der Region ins Topcase zu packen, als Mitbringsel für die Lieben daheim oder zum selberessen 😉

Bis zum Mittag waren wir dann wieder auf vielen kleinen, kurvenreichen Straßen unterwegs und näherten uns mit der „Cret de Beauregard“ dem südlichsten Punkt unserer Reise. Dunkle Wolken zogen auf, doch noch bevor der Regen kam fanden wir rechts des Weges ein nettes Restaurant, das zur Mittagsrast geradezu einlud. Vor die Frage gestellt, einen Bauernsalat für 13,50 Euro zu essen oder für 18 Euro ein viergängiges Menü zu bestellen, viel die Wahl nicht schwer und erwies sich als durchaus richtig. Am letzten Tag der Reise darf man auch mal richtig schlemmen.

Kurzer Fotostopp unterwegs

Wie erhofft waren nach dem Essen die Straßen wieder trocken, so dass wir, mit dem nötigem Gripp unter den Reifen, so langsam wieder Richtung Hotel fahren konnten. Bei Chézery-Forens galt es dann eine schwierige Entscheidung zu treffen: Sollten wir links abbiegen, um wie geplant über viele kleine Straßen Richtung St-Claude zu fahren – wo sich schon wieder dunkel Wolken türmten – oder sollten wir nicht lieber auf der D 991 bleiben und dem Regen hinterher fahren. Wir entschieden uns für die letztgenannte Variante und hatten wieder einmal Glück, dass der Plan aufging.

Kurz vor Champagnole war dann auch wieder die Sonne da, so dass wir den letzten Abend – und damit auch das letzte Feierabendbier – genießen konnten. Morgen treten wir die Heimreise an.

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