Istrien entdecken

Die holperige Gasse, die wir gestern hoch zum Hotel gefahren waren, mussten wir erst einmal wieder runter „hoppeln“ bevor wir zu unserer Rundreise aufbrechen konnten. Während Georg einmal die Küste abfahren wollte, steuerten Dieter und Uwe zunächst einmal Hum an, die angeblich kleinste Stadt der Welt. Hoch oben in den Bergen sollen hier, im Schatten der Kirche, gerade einmal 20 Einwohner leben, von denen wir gerade einmal zwei zu Gesicht bekamen.

Immerhin gibt es ein Café, doch dessen Besitzerin war es wichtiger, um halb elf die Terrasse zu fegen, statt für uns die Espresso-Maschine anzuwerfen, so dass wir im nächsten Ort, in Lupoglav, noch einen kurzen Stopp einlegten.

Im Anschluss umrundeten wir den „Cicariha“ und überquerten das „Ucka-Gebirge“. Angesichts der sommerlichen Temperaturen sicher eine gute Entscheidung, bewegten wir uns doch oft in Höhen von gut 700 Metern. Nahe der Passhöhe fanden wir zudem eine kleine Taverne, die Nudeln mit Trüffeln im Angebot hatte; das schien ein perfekter Tag zu werden.

Für den Nachmittag hatten wir uns Vodnjan ausgesucht. In der grössten Kirche Istriens werden 300 Reliqien verwahrt, darunter die Leichname von fünf Heiligen, die mumifiziert hinter Glas liegen. Zugegeben, ein makaberes Schauspiel – aber, wenn man schon mal hier ist …

Nachdem wir einmal quer durch die Aktstadt von Vodnjan gerumpelt waren, hatten wir „il duomo“ eingekreist und gefunden. Doch die Tür war verschlossen! Dafür den langen Weg?

Schräg gegenüber der Kirche war eine Bar. „Fragen Hausnummer 4“, lautete der Tipp, den wie dort bekamen. Gesagt, getan, schon war der Küster aus dem Nachmittagsschlaf geklingelt, der versprach, in zehn Minuten zu kommen. Zeit für einen kleinen Kaffee, den bei den zehn Minuten sollte es nicht bleiben …

Nachdem das „Kulturprogramm“ abgearbeitet war, gönnten wir uns noch einen Abstecher nach Rovinj, um direkt am Hafen ein lecker Eis zu schlecken. Vorbei am „Limska draga“, einem beeindruckenden, fjordähnlichen Einschnitt, ging es im Anschluss zurück nach Motovun. Morgen würde es weiter nach Kroatien gehen.

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