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Eine tolle Woche in Ligurien

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Unsere Motorradtour ins Cinque Terre war wirklich toll – obwohl die Anreise ein wenig verregnet war. Aber dann war das Wetter prima, die Straßen abenteuerlich, das Essen lecker, die Pausen abwechslungsreich wie die Strecken, auf denen wir unterwegs waren – … Weiterlesen

Es geht wieder nach Hause

Strahlender Sonnenschein am frühen Samstagmorgen. Genau das richtige Wetter für alle, die mit dem Motorrad nach Hause fahren – die meisten auf zwei Tage.

Die ersten frühstücken bereits um sieben, ich starte um 7:30 Uhr den Ducato und rolle gen Gotthard. Die Autobahn ist frei, kurz nach 9 Uhr geht es in die 17 Kilometer lange Röhre.


Bald darauf ist der Vierwaldstätter-See erreicht, dann geht es Richtung Basel. Kurz vor der Grenze gibts den einzigen kleinen Stau, weil ein Gendarme mit einer Laserpistole in einem der Tunnels steht – und alle hektisch bremsen.

Statt über die  A 5, fahre ich wieder über die A 35 durchs Elsass; als der Verkehr ein wenig ins Stocken gerät weiche ich kurzerhand für ein paar Kilometer auf die Landstraße aus.


Ein Tankstopp und zwei kurze Kaffeepausen später bin ich zu Hause – und hoffe, dass die Motorradfahrer genauso gutes Wetter hatten wir ich. Noch eine gute Fahrt, allen, die weiterhin unterwegs sind.

Zurück nach Varese

Leider, leider müssen wir schon wieder zurück nach Varese. Die Tage im Cinque Terre sind viel zu schnell vergangen. Nun heißt es, so langsam die Heimreise anzutreten.


Kurz nach acht haben die meisten schon gefrühstückt und warten nun auf Jene, die es nicht ganz so eilig haben, auf Motorrad zu kommen. Denn starten wollen wir eigentlich erst um 9 Uhr.


Speedys Truppe ist als erste reisefertig – noch ein paar Hinweise auf die geplante Route und dann gehts los.

Stefan folgt kurz darauf, schließlich wollen heute gut 300 anspruchsvolle Landstraßenkilometer zurückgelegt werden. Ich klemme mich kurz vor zehn mit dem Ducato auf die Autobahn und rolle über Parma und Mailand gen Norden. Stellenweise sind nicht mehr als 90 km/h erlaubt, so dass die Fahrt ganz entspannt verläuft.

Drei Kaffeepause und einige Mautstationen später erreiche ich Varese und bin lange vor der Zeit im Hotel. Unterdessen kämpfen Speedy und Stefan auf den letzen Kilometern mit zahlreichen Kreisverkehren und dem chaotischen Feierabendverkehr – vielleicht fahren wir beim nächsten Mal auch mit den Moppeds ein Stück auf der Autobahn …


Kurz nach 18 Uhr sind alle im Hotel. Schnell werden die Moppeds verladen, damit Zeit für ein Feierabendbier bleibt. Nach dem gemeinsamen Abendessen sitzen wir noch ein wenig in trauter Runde zusammen und lassen die Tour Revue passieren.


Schön war es, wie eigentlich immer, so dass wir uns auf ein Wiedersehen freuen: beim Sommerfest, den Touren ins Friaul oder Vercors, dem langen Wochenende im Ederbergland oder dem Abschlusswochenende im Elsass.

Mehr Geld für den Straßenbau

Unser letzter Tag im Cinque Terre. Michael und acht Mitstreiter wollen zwei der „fünf Erden“ erwandern, die übrigen fünf werden an den fünf Dörfern „nur“ einen Fotostopp einlegen und ansonsten noch einmal schön Motorrad fahren.


Um 8 Uhr will Guiseppe mit seinem Minivan am Hotel sein und die Wandergruppe nach La Spezia an den Bahnhof fahren. Natürlich kommt er erst um kurz nach acht und entschuldigt sich mit dem vielen Verkehr – der allerdings an jedem Tag rund um Sarzana, unserem Standort, tobt. 


Alle Mann einsteigen und schon gehts los. Am Bahnhof steigen alle in den Zug, im nach Monterosso zu fahren, dem erste oder letzten der fünf Dörfer – je nach Sichtweise. Über Vernazza geht es dann zu Fuß bis nach Corniglia und dann mit dem Zug zurück nach La Spezia. Da wartet dann wieder Giseppe mit dem Minivan.

Die Motorradgruppe steuert mit Riomaggiore das entgegengesetzte Ende an, um das erste/letzte der fünf Dörfer im Bild festzuhalten.


Auf dem Weg nach Monterosso legen wir noch den einen oder anderen Fotostopp ein und genießen ansonsten die herrlichen Ausblicke von der hochgelegenen Küstenstraße aufs Meer.


Hinter Levanto schlagen wir uns wieder in die Berge und umfahren Sestri Levante weitläufig. Häufig sind wir auf winzig kleinen Nebenstraßen unterwegs und fahren uns – angesichts der vielen Kurven und Kehren – fast schwindlig. Es geht steil bergauf, dann windet sich die Straße wieder ins Tal – herrlich.

So langsam wäre es an der Zeit für eine kleine Mittagsrast. Da kommt und wie gerufen die Osteria „Il minatore“. Der Name erinnert daran, dass einst in der Region Bergbau betrieben wurde; auch heute noch gibt es hier den einen oder andern Steinbruch.

Die handgeschriebene Karte bietet eine reichhaltige Auswahl an Nudelgerichten, so dass uns die Wahl nicht schwer fällt.


Die nun folgenden 70 Kilometer sind ein Härtetest für Fahrer und Maschine, vor allem aber für die Federung. Ein Schlagloch reiht sich ans andere, Frostaufbrüche, Bodenwellen, fehlender Asphalt und Split in den Kurven – das volle Programm. Aber die Streckenführung, die war vom Feinsten!

Ich mag das ja, so einsam durch die Berge zu rumpeln, vorbei an kleinen Dörfern, in denen das Leben so langsam erlischt. Viel Leerstand, viel Zerfall, fast nur ältere Leute – wer wollte hier auch freiwillig leben. Doch der Charme des Morbiden erschließt sich nicht Jedem. Leise „Unmutsbekundungen“ angesichts des – zugegeben – schlechten Belags werden bei einer kleinen Pause am Straßenrand laut. 


„Hier brauchen wir mehr Geld für den Straßenbau“ lautet die Devise, finden sich unterwegs doch immer wieder auch topfebene und frisch asphaltierte Straßenstücke. 

In Calice al Cornoviglio finden wir im alten Ortskern sogar eine Bar, die zur lang herbeigesehnten Kaffeepause einlädt. Am Nebentisch spielen Rentner lautstark Karten, ein Bauarbeiter erkundigt sich woher wir kommen und wohin wir wollen. Dass wir aus Deutschland zum Kaffeetrinken in sein Dorf gekommen sind, erfüllt ihn sichtlich mit Stolz. Das sei doch ein weiter Weg meint er.


Wir vertreiben uns ein wenig die Beine und sind gut eine halbe Stunde später im Hotel. Rechtzeitig zum Abendessen trifft auch die Wandergruppe ein, die dank entsprechender App auf dem Handy genau zu berichten weiß, wie viele Schritte sie heute gelaufen sind: 28746!


Ein letztes Mal sitzen wir im Park Hotel zusammen. Morgen heißt es Koffer packen zur letzten Etappe: es geht zurück nach Varese, dem Ausgangspunkt dieser abwechslungsreichen Tour.

Hilfe, wir stecken fest

Die Marmorbrüche von Carrara sind das erste Ziel des heutigen Tages. Auf schmalen Wegen erreichen wir Fosdinovo und halten uns rechts. Immer wieder lässt sich auf der kurvenreichen Straße ein atemberaubender Blick auf die Küste erhaschen. Meter um Meter gewinnen wir an Höhe und kommen so unserem ersten Ziel immer näher. 

Kurz vor Castelpoggio zweigt links ein unscheinbares Sträßchen ab, von dessen Endpunt sich ein fantastischer Blick auf einen Marmorbruch bietet.


Die anschließende Fahrt durch Carrara und Massa verlangt uns wieder vollen Einsatz ab: an Kreuzungen und Kreiseln nur keine Lücke lassen, damit sich keine Autos in die Gruppe drängen können. Hier fahren die meisten mit dem Messer zwischen den Zähnen – wir dann auch.

Hinter Massa schlagen wir uns wieder in die Berge und fahren vorbei an alten, aufgelassenen Marmorbrüchen. Wie Wunden, die in den Berg geschlagen sind, erscheinen uns die Löcher in den Gipfelregionen.

Nach einer kleinen Kaffeepause gehts durch zahlreiche dunkle Tunnels an den Rand der Toskana. Lucca ist nicht mehr weit. Wir legen an einem der zahlreichen Marmorbrüche noch einen Fotostopp ein und genießen die Aussicht.


Die imposante Kulisse muss für das eine oder andere Selfi dienen; alle haben ihren Spaß.


So langsam wird es Zeit für die Mittagspause. Nachdem wir eine halbe Stunde zuvor in den Bergen ab zwei herrlichen Lokalen vorbeigefahren sind – aber da war es noch zu früh für einen Stopp – findet sich jetzt natürlich nichts Passendes; wie immer. 

Die nächstgrößere Stadt ist Castelnuovo di Garfagnaba; im „Ristorante di Carlino“ freut man sich über unseren Besuch. Pasta ist wieder einmal der Renner, aber auch der Vorspeisenteller – Antipasto misto alla casa – mundet vorzüglich.


Satt und zufrieden setzen wir uns auf unsere Motorräder – und entdecken dunkle Wolken am Himmel. Es könnte regnen. Für Charly eine Vollkatastrophe. Um die gute Lederkombi zu schonen, wird schnell die Regenkluft übergeworfen – sicher ist sicher.


Sicher ist, dass es (natürlich) nicht geregnet hat, Charly aber doch ein wenig nsss wurde: von schwitzen …

So langsam wird es Zeit für die nachmittägliche Kaffeepause. Linkerhand, auf einem Bergkegel, taucht Casciana auf. Die mächtige Kirche lässt vermuten, dass in der Nähe eine Bar ist; das ist ja meist so in Italien. Wir fragen eine ältere Frau, die am Wegesrand steht, doch die verneint. Kann gar nicht sein, denken wir uns, bestimmt hat sie uns missverstanden. Fahren wir doch selber mal gucken.

Damit nimmt das „Unglück“ seinen Lauf. Casciana ist gar nicht so groß, wie es auf den ersten Blick scheint – und eine Bar tatsächlich nicht. Nur eine schmale Straße, die so eng ist, dass wir fast mit den Spiegeln an den Hauswänden entlang kratzen und die zu allem Überfluss auch noch an einer Treppe endet. Wir stecken fest!

Nach Abwägung aller Umstände befindet Stefan, dass man die Treppe fahren kann und rumpelt bald darauf mit seiner GS die Stufen herunter.


Doch nicht alle wollen sich auf dieses Experiment einlassen. Zum Wenden ist der Weg jedoch zu schmal. Also müssen wir die schweren Maschinen mit vereinten Kräften rückwärts bergauf schrieben, bis ein schmaler Hauseingang den nötigen Raum zum Richtungswechsel bietet. Ein schweißtreibendes Unterfangen.


Kurz vor sechs sind wir dann zurück im Hotel. Das „Feierabendbier“ schmeckt heute, verständlicherweise, besonders gut 😉


Morgen wollen wir noch mal ins Chinque Terre – zu Fuß oder mit dem Motorrad.

Keine 50 Kilometer in der Stunde

Heute geht es in die Berge. Die Grenzregion der Garfagnana und der Toskana wollen wir erkunden und dabei ein paar uns noch unbekannte Pässe unter die Räder nehmen. Dass wir dabei wieder ein paar Überraschungen erleben, versteht sich fast von selbst.

Um 9 Uhr brumnen die Motoren, bei strahlendem Sonnenschein halten wir uns in nordwestliche Richtung. Zunächst rumpeln wir vornehmlich über kleine, von Schlaglöchern übersähte Straßen, wechseln dann kurz auf eine Hauptstraße, die geschwindigkeitsbeschränkt ist, so dass wir den vor uns fahrenden Schwerlastverkehr nicht überholen können. Dann doch lieber wieder auf die Nebenstrecken.


In Fivizzano setzen wir den Blinker rechts und folgen der Beschilderung ins Garfagnana. Der eigentlich geplante Abzweig über Casola ist gesperrt. Wir sind artig, machen nur ein Foto ins weitläufige Tal und folgen der Umleitung.


Natürlich war die gesperrte Strecke fahrbar. Speedy hat’s mit seiner Truppe ausprobiert. Ein Teil der Asphaltdecke hat gefehlt, da war es ein wenig feucht und schmierig, ansonsten aber war der Abschnitt – abgesehen von heftige Frostaufbrüchen – fahrbar.

Wir finden wenig später eine kleines Agrotourismo, dessen Terrasse zu einem kleinen Fotostopp geradezu einlädt. Die schlechten und unübersichtlichen Straßen, auf denen wir vorwiegend unterwegs waren, fordern ihren Tribut: der Schnitt liegt bei unter 50 Kilometer in der Stunde. Aber jeder Kilometer hat sich gelohnt 😉


Durch den „Parco Regionale Appennino Reggiano“ fahrend, geht es immer weiter Richtung Norden. Die mächtige Gebirgszüge des Appennin türmen sich vor uns auf. Nebelschwaden und dunkle Wolken ziehen über die Gipfel, die Sonne ist verschwunden. Und so zeigt das Thermometer gerade einmal vier Grad an, als wir den 1570 Meter hohen“ Passo di Pradarena“ überqueren.

In Collagna erreichen wir den nördlichsten Punkt der heutigen Tour – und weil es gerade leicht anfängt zu regnen, beschließen wir Mittag zu machen. Stefan findet denn auch gleich eine Bar, in der es etwas zu essen gibt.

Wenn wir denn nur wüssten, was? Eine Speisekarte gibt es nicht, statt dessen versucht uns die Bedienung in bestem italienisch die lukullischen Köstlichkeiten des Hauses anzupreisen. Schade, dass wir so garnichts verstehen. Also bestellen wir einfach eine Runde Pasta – und alle sind zufrieden.


Michael ist noch einen kleinen Schlenker weiter nördlich gefahren. Auch seine Gruppe hat Nudeln gewählt: Hausgemachte Tortellini mit unterschiedlichen Füllungen und einem leckeren Sößchen. Ebenfalls lecker 😉

Nach dem Essen hat das Gerumpel erst einmal ein Ende. Die Straße über den 1261 Meter hohen „Passo del Cerreto“ präsentiert sich topfeben, so dass wir zügig vorankommen. Wieder rollen wir durch Fivizzano, diesmal von Norden kommend, und gönnen uns noch einen Schlenker über den „Passo di Lagastrello“. Auf einer der vielen Anhöhen halten wir für eine Fotostopp – bald darauf trifft auch Speedy mit seiner Gruppe ein. Die „Wiedersehensfreude“ ist groß, denn obwohl wir fast die identischen Strecken fahren, verpassen wir uns doch regelmäßig.


Vor uns in den Bergen steht eine alte Radaranlage. Und dahin wollen wir nun ganz spontan fahren. Den Tipp hatte uns ein freundlicher italienischer Rennradfahrer gegeben, den wir auf der Anhöhe getroffen hatten. Als wir seine Frage: „Do you want some informations?“ mit Ja beantworteten, erläuterte er uns die umliegenden Gipfel und erwähnte dabei auch die militärische Anlage, die schon lange nicht mehr genutzt werde.

Ob es denn einen Weg dorthinauf gebe, fragte ich? Ja, den gebe es. Ob dieser denn auch fahrbar sei, wollte ich daraufhin wissen? „Not so beautyfull“, lautete die Antwort – aber machbar. Wir sollten der Beschilderung zum Pass folgen und auf einen kleinen Abzweig links achten.

Danke, der Tipp war gut. 20 Minten später waren wir am Gipfel, auf dem vier große Parabolspiegel und mehrere Antennenanlagen stehen. Der Weg dorthin ist im unterer Drittel etwas geröllig, ausgewaschen und ohne Asphalt, aber fahrbar. Für passionierte G/S-Treiber ein Genuß!


Noch gut 60 Kilometer, dann sollten wir im Hotel sein – wenn auf dem Weg nach Montedivalli nicht unvermutet ein Stück Straße gefehlt hätte. Kein Hinweis, nichts. Nur rotes Flatteeband und ein großes Loch im Asphalt. Glücklicherweise fand sich etwas oberhalb ein kleines, kurviges, unübersichtliches und herausforderndes Mini-Sträßchen, das uns auf Umwegen doch noch zum Ziel führte.


So war es kurz vor sieben, als wir nach einem abenteuerlich-abwechslungsreichen Tag die Motorräder auf dem Hotelparkplatz abstellen konnten. Schön war es. Morgen wollen wir in die Marmorbrüche bei Carrara.

Einfach erst mal los fahren

Von strahlendem Sonnenschein bis hin zu Regenschauern – so unterschiedlich, wie auf den verschiedenen Wetter-Apps, war das Wetter am Montag. Morgens noch blauer Hinmel, zog es sich so gegen 9 Uhr langsam zu. Auf der Fahrt zu Tankstelle dann die ersten Regentropfen.


Da die meisten Tanks ziemlich leer waren, wurde erst mal Sprit nachgefüllt. Anschließend gings auf kleinen Nebenstraßen Richtung La Spazia. Ein kleiner Abzweig hoch in die Berge endet unvermutet in einer Sackgasse – die Straße ist weggerutscht, kein Durchkommen – wir müssen drehen.

Statt dessen nehmen wir nun die „via aurelia“ unter die Räder und freuen uns ausnahmsweise über die vielen Tunnel, durch die wir fahren: eine willkommene Alternative zum leichten Nieselregen. Doch schon bei der Kaffeepause klart es auf. In Sesta Godano finden wir eine kleine Bar und genießen den Latte Macchiatto im Freien.


Bei Codivara erreichen wir den nördlichsten Punkt der heutigen Tour – und das auf zum Teil herrlich abenteuerlichen Straßen. Auf schmalen, so langsam in Re-Naturierung befindlichen Pfaden geht es durch den Wald, in wilden Kurven und Kehren durch die Berge – das Hinterland des Cinque Terre hat fahrerisch einiges zu bieten.

So langsam wird es Zeit für eine Mittagspause. Doch Stefan lässt so manche Osteria, die zu einer kleinen Rast einladen würde, links liegen und fährt …


Das Meer ist sein Ziel. In Chiavari finden wir eine kleine Bar direkt am Wasser – genau das Richtige für eine ausgiebige Pause bei strahlendem Sonnenschein. Damit hat sich wieder einmal bewahrheitet: erstmal einfach losfahren.

So langsam gilt es den Heimweg anzutreten. Vor Stestri Levante zweigen wir noch einmal in die Berge ab, bieten sich doch von den Höhenzügen oft herrliche Ausblicke auf das Ligurische Meer und den dramatischen Küstenverlauf.

Vor Moneglia wechseln wir dann auf die alte Eisenbahntrasse. Die ist mittlerweile stillgelegt und asphaltiert, so dass wir durch zahlreiche schmale Tunnel fahren können, durch die früher die Eisenbahn schnaufte.

Die obligatorische Kaffeepause legen wir in Levanto ein. Auch hier findet Stefan eine kleine Bar mit herrlichem Blick aufs Meer, von dem wir uns kaum losreißen können, so schön ist es hier.


Die alte Küstenstraße ist leider immer noch nicht instand gesetzt. Kurz hinter dem Abzweig nach Vernazza endet die Fahrt vor einem großen Gittertor, es gibt kein Durchkommen. Ob wir die Sperrung auf Schleichwegen über Santuario Di San Bernadino hätten umgehen können? Angesicht der fortgeschrittenen Zeit blieb leider keine Zeit mehr für weitere Experimente ;-(

Also wurde die Baustelle nordwärts umfahren und über La Spezia gings dann zurück ins Hotel. Der Tankstopp am Abend barg dann noch eine unliebsame Überraschung. Stolze 1,57 wurde für ein Liter Super aufgerufen – bei Selbstbedienung und Kartenzahlung. Natürlich funktionierte an keiner der Zapfsäulen auch nur eine unserer Karten. Also rollten wir zum Tankwart, der freundlich lächelnd unsere Spritreserven auffüllte – und dafür 1,86 pro Liter kassierte. So ist Italien …


Morgen wollen wir in die Berge. Mal sehen, was wir da so erleben werden.